(red/hil) Seit Monaten kämpft Philipp Gärtner für den Erhalt des Szeneclubs Scandale. Das Verwaltungsgericht hatte entschieden, dass der Club wegen Lärmbelästigung Ende Juni schließen muss. Bis zu einem möglichen Umzug wirbt Gärtner für gegenseitiges Verständnis: Er und der Cottbuser SPD-Chef Gunnar Kurth hatten daher zu einem Bürgergespräch in den Club eingeladen. Es kamen etwa 20 Cottbuser.

Philipp Gärtner: „Mein Wunsch war, mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Leider waren wenig Leute da, die konkrete Beschwerden haben. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass ein Anwohner über konkrete Probleme reden wollte.“ Sein Hauptproblem bestehe in der An- und Abfahrt von Autos der Clubgänger und den damit verbundenen lauten Gesprächen zwischen 3 und 4 Uhr nachts. Ein Problem, das nach Einschätzung Gärtners mit der Schließung eines wilden Parkplatzes in der Nähe zusammenhängt.

 Im Verlauf des Gespräches kamen sich die Parteien näher. Die Bedeutung eines Clubs wie dem Scandale betonte der Anwohner deutlich. Philipp Gärtner will darauf einwirken, dass Gäste in diesem Punkt sensibilisiert werden. Gunnar Kurth: „Diese Runde hat deutlich gemacht, dass das direkte Gespräch wichtig ist und etwas bewegen kann.“ Derweil geht Gärtner weiter in die Offensive. In den nächsten Tagen wird er die Scandale-Telefonnummer in die Briefkästen der Anwohner verteilen. So können diese bei Störungen direkt anrufen, die Musik wird leiser gedreht. „Versprochen.“