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| 06:20 Uhr

Auch Grüne tagen zu Strukturwandel in Cottbus
Konferenz sucht Wege für neue Industrien in der Lausitz

Beschäftigte aus dem Bergbau demonstrierten am Montag in halle beim Besuch der Kohlekommission für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Am Dienstag lädt die Gewerkschaft IGBCE in Cottbus zur Standortkonferenz.
Beschäftigte aus dem Bergbau demonstrierten am Montag in halle beim Besuch der Kohlekommission für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Am Dienstag lädt die Gewerkschaft IGBCE in Cottbus zur Standortkonferenz. FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Cottbus. Die Themen Kohle-Ausstieg und Strukturwandel beschäftigen weiter die Lausitz. Am heutigen Dienstag lädt die Gewerkschaft IGBCE zur großen Standortkonferenz. Auch die Grünen tagen in Cottbus. Von Bodo Baumert

Mit der schwindenden Bedeutung der Braunkohle werden viele Industriejobs in der Lausitz wegfallen. Von vielen Seiten gibt es deshalb die Forderung, alternative Industriearbeitsplätze zu schaffen. Die Energie- und Bergbaugewerkschaft IG BCE will am Dienstag auf einer Standortkonferenz in Cottbus über Erfolgschancen für die Region reden. Dazu sind nach Gewerkschaftsangaben auch Bankleute, Finanzinvestoren und Unternehmer als Diskussionsteilnehmer eingeladen. Zudem ist die Politik dabei: Die Ministerpräsidenten Brandenburgs und Sachsens, Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU), werden erwartet. Eine solche Standortkonferenz soll es im November auch im Rheinischen Revier geben, hieß es von der Gewerkschaft.

Die Landtagsfraktion der Grünen trifft am Dienstag zu externen Sitzung in Cottbus zusammen. Thema auch hier: „Wie lässt sich der Strukturwandel erfolgreich gestalten und steuern?“ Als Gäste dabei sein werden Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU), Gerd Rosenkranz, ehemaliger Leiter Grundsatzfragen des Beratungsinstituts Agora Energiewende, und Hannelore Wodtke, Mitglied der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung.

Bereits am Montag fand an der BTU eine Tagung zum Strukturwandel statt. Dabei ging es vor allem um den Beitrag von Wissenschaft, Forschung und Kultur zur Lausitz 2030. „Die BTU, Forschungsinstitute, Wirtschaftsunternehmen und Kultureinrichtungen in der Lausitz spielen eine Schlüsselrolle bei der weiteren erfolgreichen Entwicklung der Region. Dabei wollen wir die begonnene Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft weiter ausbauen und den Wissenstransfer verstärken“, erklärte Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD).

Die Zeit drängt, um die Bundespolitik für die Sorgen der Lausitz im Strukturwandel zu sensibilisieren. „Wir haben nur noch ein kleines Zeitfenster, wo wir in der Kommission auf die Politik einwirken können“, erklärt die parteilose Bürgermeisterin von Spremberg, Christine Herntier, gegenüber der RUNDSCHAU.

Bis Ende des Jahres soll die Kohlekommission ihre Empfehlungen abgeben. Am Montag tagte sie dazu erstmals außerhalb Berlins, im mitteldeutschen Revier in Halle.