ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:21 Uhr

Kommunalwahl sorgte für hohe Beteiligung in Neuhausen

Im Amt Peitz muss kein neuer Amtsdirektor gesucht werden: Dr. Guido Odendahl, Direktkandidat der SPD, hat den Einzug in den Landtag nicht geschafft. Im Wahlkreis 41 hat PDS-Bewerber Christian Otto aus Forst das Rennen gemacht. Von Elke Möbus

Mit 9290 Stimmen lag Otto in der Wählergunst deutlich vorn. Freude dennoch bei Odendahl, der mit 6178 Stimmen folgte und besser abschnitt als die CDU-Direktkandidatin Monika Schulz aus Guben. Er sei froh, „weil die SPD auf Landesebene entgegen den Vorhersagen die meisten Stimmen bekommen hat, Platzeck Ministerpräsident bleibt und die Arbeit fortgesetzt werden kann“ , sagte Odendahl der RUNDSCHAU. Trotz seines großen persönlichen Einsatzes - unter anderem wurden aus drei Wochen Urlaub drei Wochen Wahlkampf - ist Odendahl persönlich nicht enttäuscht: „Es war ein fairer Wahlkampf. Aber der Bekanntheitsgrad von Christian Otto ist halt höher.“ Das bekam Odendahl auch im „eigenen“ Amt Peitz zu spüren. Unangefochten lag nach dem vorläufigen Ergebnis der PDS-Mann Otto mit 1745 Stimmen auch dort vorn. 220 Stimmen weniger bekam Odendahl, Monika Schulz (CDU) hatte weitere 197 Stimmen weniger. Bei den Zweitstimmen haben die Peitzer mehrheitlich so gewählt, wie alle anderem im Wahlkreis auch: die SPD. Mit 53,94 Prozent lag die Wahlbeteiligung dicht am Durchschnitt des Wahlkreises (54 Prozent).
Mit einer Wahlbeteiligung von 54,1 Prozent lagen die Wähler in Drebkau etwas unter dem Durchschnitt des Wahlkreises 39 (56,2 Prozent), zu dem die Stadt gehört. 34,14 Prozent der Wähler aus den Drebkauer Stadtteilen gaben Dr. Gerd Rüdiger Hoffmann die Stimme und unterstützten damit den auch im Wahlkreis mehrheitlich gewollten Einzug des PDS-Bewerbers in den Landtag. Bei der Zweitstimme kamen im gesamten Wahlkreis 39 die meisten Stimmen für die PDS, die Drebkauer hatten mit ihren Zweitstimmen allerdings die SPD favorisiert.
Im Amt Burg gingen 54,63 Prozent der Wahlberechtigten wählen. Im gesamten Wahlkreis 40 lag die Wahlbeteiligung bei 59,2 Prozent. Wie die Wähler des gesamten Wahlkreises schickten die Wähler aus den Gemeinden Briesen, Burg, Dissen-Striesow, Guhrow, Schmogrow-Fehrow und Werben den SPD-Mann Werner-Siegwart Schippel als Direktkandidaten in den Landtag. Gleichklang auch bei der Zweitstimme: sowohl die Wähler aus dem Amt Burg als auch die Wähler aus dem gesamten Wahlkreis entschieden sich für die SPD.
In Kolkwitz , ebenfalls Wahlkreis 40, gingen 61,81 Wahlberechtigte zur Abstimmung. Auch die Kolkwitzer gaben wie die Burger dem SPD-Direktkandidaten Schippel die meisten Stimmen. Auch bei den Zweitstimmen lag die SPD vorn.
In der nunmehrigen Großgemeinde Neuhausen / Spree wurden gestern der Landtag, die Gemeindevertretung, 15 Ortsbeiräte sowie der hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Diese Kombination sorgte für eine Wahlbeteiligung von 64,1 Prozent. Im Wahlkreis 42, zu dem die Großgemeinde gehört, gingen 58,8 Prozent der Wahlberechtigte an die Urnen. Die Neuhausener hätten den aus Forst stammenden SPD-Direktkandidaten Dr. Dietmar Woidke in den Landtag geschickt. Die Mehrheit der Wähler im Wahlkreis entschied sich für Birgit Wöllert (SPD) aus Spremberg. Bei der Zweitstimme brachte es die SPD in Neuhausen laut vorläufigem Ergebnis auf 28,75 Prozent. Die Sozialdemokraten hatten auch im gesamten Wahlkreis die meisten Zweitstimmen.

Service Bürgermeisterwahl in Neuhausen
 Zur Wahl des Bürgermeisters der neuen Großgemeinde Neuhausen/Spree mit insgesamt 15 Ortsteilen waren 4943 Einwohner berechtigt.
2759 Wähler stimmten für Dieter Perko, der als einziger Bewerber für das Amt antrat. 578 Wähler sprachen sich gegen den CDU-Kandidaten aus.
Es wurden insgesamt 3380 Stimmen abgegeben, davon waren 3373 gültig..