ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 09:30 Uhr

Kommunalwahl in Cottbus
Die Wirtschafts-Pläne der Cottbuser Kandidaten und Kandidatinnen

 Die Kommunalwahlen finden am 26. Mai statt.
Die Kommunalwahlen finden am 26. Mai statt. FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Cottbus. Die RUNDSCHAU hat den Parteien und politischen Vereinigungen, die zur Wahl für die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung antreten, auf den Zahn gefühlt und sechs Fragen gestellt. Heute: Wie wollen Sie Cottbus attraktiver für Ansiedlungen machen?

Barbara Domke (Bündnis 90/Die Grünen)

Spitzenkandidatin Wahlkreis 3: Sachsendorf und Spremberger Vorstadt.

„Cottbus hat eine Vielzahl von ungenutzten Gewerbeflächen, die größte Fläche dabei ist der Technologie und Industriepark (TIP). Wir wollen, dass ein neues Gewerbegebietskonzept in passgenaue Angebote für Ansiedlungswillige mündet und eine Initiative „Business Angel“ als komplexe Ansiedlungsbegleithilfe aus einer Hand entwickelt wird. Die Grundsteinlegung für unser neues Gründerzentrum muss der Auftakt für eine Gründeroffensive der Stadt sein.

 Barbara Domke (Bündnis 90/Die Grünen)
Barbara Domke (Bündnis 90/Die Grünen) FOTO: Bündnis 90/Die Grünen / Marlies Kross

Aber noch wichtiger ist eine Willkommenskultur in unserer Stadt für Interessentinnen und Interessenten, mit Weltoffenheit, Toleranz und Respekt. Deshalb unser Motto: Gutes Klima für Cottbus!“

Das Profil der Kandidatin im LR-Wahl-Navigator

Jörg Schnapke (CDU)

Wahlkreis 4: Sandow,  Branitz, Kahren, Kiekebusch, Madlow, Gallinchen, Groß-Gaglow.

„Rund 800 Hektar Gewerbeflächen an 36 Standorten mit rund 70 Prozent Auslastung sind auf der Habenseite. Sorgenkind ist das TIP-Gelände, welches jetzt mit Rückenwind durch Strukturhilfen des Bundes weiterentwickelt und erschlossen werden muss. Unsere EGC als Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat sich personell neu aufgestellt und sichert einen Ansiedlungsservice aus einer Hand.

 Jörg Schnapke (CDU)
Jörg Schnapke (CDU) FOTO: CDU Cottbus / UlfGereke@web.de

Zukünftig wird das neue Gründungszentrum in enger Kooperation mit BTU und EGC sowie den anderen Lausitzer Wirtschaftsförderungsgesellschaften eine ideale Hilfe zur Unternehmensgründung und Unternehmensansiedlung anbieten. Die Cottbuser Gewerbegebiete sind an das Glasfasernetz anzuschließen.“

Das Profil des Kandidaten im LR-Wahl-Navigator

Christopher Neumann (Die Linke)

Wahlkreis 4: Sandow,  Branitz, Kahren, Kiekebusch, Madlow, Gallinchen, Groß-Gaglow.

„Eine bessere Verkehrsanbindung der Stadt ist eine wichtige Voraussetzung. Das zweite Gleis in Richtung Berlin und ein Autobahnanschluss für das TIP sind Beispiele für wichtige Infrastrukturvorhaben.

 Christopher Neumann (Die Linke)
Christopher Neumann (Die Linke) FOTO: privat

Die Wirtschaftsförderung in Cottbus und dem Spree-Neiße-Kreis sollte zusammengeführt werden. Die aktuelle „Kleinstaaterei“ nutzt niemandem. Für interessierte Investoren sollte gelten: Eine Region, ein Ansprechpartner.

Wichter noch ist aber ein positives Lebensumfeld: Ein weltoffenes Klima, vielfältige Kulturangebote und eine gute soziale Versorgung machen unsere Stadt zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort – für derzeitige und zukünftige Cottbuser.“

Das Profil des Kandidaten im LR-Wahl-Navigator

Robert Kanter (FDP)

Wahlkreis 3: Sachsendorf und Spremberger Vorstadt.

„Ein wichtiger Baustein ist die Weiterentwicklung der örtlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaft EGC. Sie ist aktuell zu klein und kann daher die Unternehmen mit Ansiedlungsbestrebungen nicht ausreichend unterstützen.

 Robert Kanter (FDP)
Robert Kanter (FDP) FOTO: privat

Daher fordern wir eine Fusionierung mit anderen Wirtschaftsförderugsgesellschaften der Region, wie der ASG in Spremberg. Wir brauchen eine starke regionale Marke. Auch ist es wichtig eine Verbindungsstelle im Rathaus zu schaffen, um die Unternehmen bestmöglich zu unterstützen und die Prozesse in der Stadtverwaltung zu bündeln.“

Das Profil des Kandidaten im LR-Wahl-Navigator

Frank Mittag (Unser Cottbus!)

Wahlkreis 2: Cottbus-Mitte und Ströbitz.

„Wirtschaftsunternehmen sind keine Bittsteller. Entscheidungen sind unverzüglich und im Sinne der Unternehmen zu treffen. Hemmende Satzungen sind kurzfristig anzupassen. Die Stadt soll von sich aus Alternativen aufzeigen, wenn etwas wirklich nicht realisierbar ist. Die Unternehmen sind ohne Nachfrage aufzuklären, was geht und wie. Wirtschaftskraft hat Vorrang vor emotionalen oder politisch-ideologischen Vorbehalten.

 Frank Mittag (Unser Cottbus!)
Frank Mittag (Unser Cottbus!) FOTO: privat

Wirtschaftskraft ist Chefsache. Aus den Fachabteilungen werden die Besten in einer Soko Wirtschaft mit eigener Entscheidungskompetenz verbunden.

Beeinflussbare Kosten und Abgaben sind unternehmensfreundlich zu gestalten.“

Das Profil des Kandidaten im LR-Wahl-Navigator

Denis Kettlitz (SPD)

Wahlkreis 4: Sandow,  Branitz, Kahren, Kiekebusch, Madlow, Gallinchen, Groß-Gaglow.

Cottbus präsenter machen. Dies schafft Neugier. Beispiel: „Der größte künstliche See Deutschlands“. Die Wirtschaftsfördergesellschaft muss deutschlandweit unterwegs sein. Vertriebsorientiert für unser Produkt „Standort Cottbus“ akquirieren. Stadtpolitiker müssen starke Netzwerker und Botschafter sein – auch bei Abendveranstaltungen in Berlin und Potsdam. Die „Bühne“ liegt vor der Tür. Investorenfreundliche Steuern und Abgaben. Bessere verkehrliche und digitale Infrastruktur. Schaffung der medizinischen BTU-Fakultät. Dies lockt Branchen wie Pharmazie oder Medizintechnik.

 Denis Kettlitz (SPD)
Denis Kettlitz (SPD) FOTO: Fotoatelier Goethe

Dazu Wirtschaftsförderung aus einer Hand und Zusammenarbeit in Südbrandenburg.

Das Profil des Kandidaten im LR-Wahl-Navigator

Bernd Müller (SUB)

Wahlkreis 1

„Die Freiflächen in Cottbus sollten nicht nur mit seniorengerechten Wohnungen bebaut werden. Zunehmend wandern Start-up-Unternehmen aus Berlin ab, weil es dort zu teuer wird. Um sie nach Cottbus zu locken, sollten ihnen preisgünstige Bau- und Gewerbeflächen in der Nähe zum Bahnhof zur Verfügung stehen. Menschen, die bei ihnen arbeiten, sollten nach Möglichkeit auch gern in Cottbus leben. Dafür brauchen sie bezahlbaren Wohnraum und ein entsprechendes kulturelles Angebot.

 Bernd Müller (SUB)
Bernd Müller (SUB) FOTO: privat

Die Stadt müsste allerdings auch das Problem mit dem Rechtsextremismus entschieden und nachhaltig angehen.“

Das Profil des Kandidaten im LR-Wahl-Navigator

Heiko Selka (AUB)

Wahlkreis 2: Cottbus-Mitte und Ströbitz.

„Die Stadtverwaltung muss auf die Anforderungen der Investoren flexibel reagieren können und einen kompetenten Ansprechpartner aufbieten, der schnell und unkompliziert alle notwendigen Punkte abarbeitet. In Zusammenarbeit mit Bundesagentur für Arbeit, IHK und der Handwerkskammer ist aufzuzeigen, dass der notwendige Fachkräftebedarf gedeckt werden kann. Eine umgehende Planung der Westumgehung und des zweiten Gleises nach Berlin muss erfolgen, damit eine Umsetzung zeitnah realisierbar wird ...

 Heiko Selka (AUB)
Heiko Selka (AUB) FOTO: privat

Eine von Land und Bund gewollte und unterstützte Sonderwirtschaftszone würde ansiedlungswilligen Unternehmen die Entscheidung für Cottbus deutlich erleichtern.“

Das Profil des Kandidaten im LR-Wahl-Navigator

Klaus Groß (AfD)

Wahlkreis 2: Cottbus-Mitte und Ströbitz.

„Nach dem jahrelangen Polemisieren über den „roten Teppich“ im Rathaus für Unternehmer müssen in der Verwaltung nun endlich Taten folgen. Mit der Fraktion werde ich mich dafür einsetzen, dass

 Klaus Groß (AfD)
Klaus Groß (AfD) FOTO: privat

– Klein- und Mittelstand steuerlich durch Absenkung der Hebesätze um 50 Prozent nach dem Modell „Sonderwirtschaftszone“ entlastet wird;

– die durch Unternehmer einzureichenden Ausschreibungsunterlagen und Nachweise deutlich verringert und vereinfacht werden;

– die Beiträge an IHK und HWK auf den Prüfstand kommen;

– der Standortnachteil für Handwerk und Gewerbe durch steigende Energiekosten politisch grundsätzlicher und ohne ideologischen Ballast ehrlicher diskutiert und beseitigt wird.“

Das Profil des Kandidaten im LR-Wahl-Navigator