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Komfortabel die oberen Etagen erreichen

Peitz. Die Wohnungsbau- und -verwaltungsgesellschaft Vorspreewald (WBVG) stellt im April in Peitz die ersten vier Aufzüge an Wohnhäusern in der Neubausiedlung fertig. Danach werden die leer stehenden Wohnungen im vierten und fünften Stock der Artur-Becker-Straße 5 bis 8 saniert. rur1

"Wir reagieren mit diesem Pilotprojekt auf veränderte Wünsche vieler Mieter", erläuterte WBVG-Geschäftsführer Lutz Schneider. Mit der Modernisierung will die kommunale Gesellschaft versuchen, die besonders hohen Leerstände in den vierten und fünften Etagen zu beseitigen. Der Schritt ist mehr als nur eine Reaktion auf demografische Faktoren wie älter werdende Mieter. "Auch ein Kinderwagen fährt gern Fahrstuhl", erläuterte Lutz Schneider. Deshalb entstehen beim Umbau mehr Stellplätze für Kinderwagen und Rollatoren.

Die Beschränkung auf vier Eingänge bei dem Projekt hat wirtschaftliche Gründe, jeder Fahrstuhleinbau kostet 100 000 Euro. Hinzu kommen die Aufwendungen zur Wohnungssanierung, die refinanziert werden müssen. "Die Investitionen haben bei einem Bestand von 1250 Wohnungen ein erhebliches Volumen", sagte der Geschäftsführer.

Angesichts überdurchschnittlich hoher Leerstände in der Peitzer Neubausiedlung plant die WBVG, 2016 dort ein Gebäude mit 40 Wohnungen abzureißen. Durch langfristige Vorbereitungen können betroffene Mieter innerhalb der WBVG umziehen. Parallel geht die Modernisierung weiter. Wohnungen werden dabei vor dem Einzug neuer Mieter saniert. Die Gebäudeerneuerung ist bereits weitgehend beendet.

Lutz Schneider sieht die WBVG insgesamt auf gutem Weg. Die Wohnungen an den Standorten außerhalb von Peitz und in der Innenstadt seien gut vermietet. Dort gebe es kaum Leerstand. Neue Wohnungen in der Altstadt würden gut angenommen und seien wegen der zumeist kleineren Größe und höherer Quadratmeterpreise keine Konkurrenz zur Neubausiedlung.

Wer in diesem Stadtviertel wohnt, hat sich nach Einschätzung des Geschäftsführers wegen des guten Standortes dafür entschieden. "Schule, Kita, Geschäfte und alle anderen Dienstleistungs-, Kultur- und Versorgungseinrichtungen sind fußläufig zu erreichen, auch für ältere Bewohner", sagte er. Der Wohnkomfort sei gut, die Mieten moderat. Insgesamt gelinge es als kommunale Gesellschaft einfacher, die Erfordernisse des demografischen Wandels umzusetzen.