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| 01:35 Uhr

Kollwitz-Park bietet Raum für Vogelwelt und Mountainbikes

Der Bürgerverein beim Rundgang durch Sandow. Foto: Ronald Ufer
Der Bürgerverein beim Rundgang durch Sandow. Foto: Ronald Ufer FOTO: Ronald Ufer
Cottbus. Rund 20 Mitgestalter, und Anwohner und Neugierige haben am Samstag die Verändengen im Käthe-Kollwitz-Park und der Spreeaue erkundet. „Es ist besser, solche Projekte nicht nur an der Karte sondern vor Ort zu betrachten und zu diskutieren“, begründete der Vorsitzende des Sandower Bürgervereins, Roland Schöpe, die Einladung. ru

Der 1969 angelegte Park war stark verwildert. Seit mehr als einem Jahr widmet sich der Naturschutzverein der Großgemeinde Kolkwitz mit elf Mitarbeitern im Rahmen eines Kommunalkombi-Projektes der Neugestaltung des Areals. Erste Ergebnisse wurden beim Rundgang vorgestellt.

Der größte Streitpunkt war schon nach wenigen Metern deutlich. Die Zahl der aus den Zweigen gefällter Bäume aufgeschichteter Haufen ist in den vergangenen Monaten stetig gestiegen. Ständig haben die Besucher der Anlage mehrere von ihnen im Blick. „Das gute Holz wird sofort abgefahren, die Zweige bleiben. Die Haufen werden sonst zugemüllt und erhöhen die Brandgefahr. Es sind viel mehr, als zu Beginn angekündigt waren“, kritisiert Franz Boesler. „Hier sollen Zaunkönig und Rotkehlchen eine Bleibe finden“, sagt Harald Wilken vom Naturschutzbund Deutschland. „Der Park soll Raum für Tiere und Nutzungsmöglichkeiten für Mountainbiker, Spaziergänger und Jogger. Deshalb benötigen Vögel Rückzugsräume. Einige Haufen liegen seit Jahren da“, erläutert Projektleiter Joachim Pflug.

Auf freigelegten Wegen kommen die Besucher an 68 Buchen vorbei, die durch das Projekt gerettet wurden. 200 dieser Bäume waren im Jahr 2000 gepflanzt worden. Im Park wurden kranke Bäume gefällt, das Unterholz ausgelichtet, Weiß- und Rotdornsträucher gepflanzt, Nistkästen und ein „Insektenhotel“ geschaffen. Der einst aus Müll aufgeschüttete Berg wurde durch zwei Bahnen für Mountainbiker aufgewertet. „Wir fahren am liebsten in der Natur und freuen uns, dass dies endlich hier möglich ist“, sagte Christian Hurraß. „Die Anlage wird noch komplettiert.“ Die Arbeiten im Park laufen noch eineinhalb Jahre weiter. r