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Kolkwitzer zufrieden mit 2016

Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger überreicht dem Kolkwitzer Bürgermeister Fritz Handrow eine Schreibtischunterlage.
Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger überreicht dem Kolkwitzer Bürgermeister Fritz Handrow eine Schreibtischunterlage. FOTO: Hirche/jul1
Kolkwitz. Viele Investitionsvorhaben konnten im vergangenen Jahr in Kolkwitz umgesetzt werden. Trotzdem wurde auf dem Neujahrsempfang auch auf gravierende Probleme aufmerksam gemacht. Marion Hirche / jul1

In Kolkwitz könnte man sehr zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken: Zahlreiche Investitionsvorhaben konnten umgesetzt werden. Der Tannenweg in Hänchen, der Gutsweg in Eichow sowie die Ortsverbindung zwischen CoTec und Kackrow wurden saniert. Die Brücke von Brodtkowitz nach Wüstenhain ist neu, der Bauhof hat eine Reinigungs- und Betankungsfläche bekommen, die Feierhallen in Limberg und Kackrow haben ein neues Antlitz und der Hort in Kolkwitz hat eine neue Treppe. Auch die Dächer vom Kolkwitz Center und vom Dorfgemeinschaftshaus in Glinzig sind wieder perfekt und die Kita in Klein Gaglow erstrahlt in neuem Glanz, dazu kommen zahlreiche Projekte der Be- und Entwässerung. Insgesamt 1,4 Millionen Euro wurden investiert. Zurzeit sind die Dorfgemeinschaftshäuser in Gulben, Babow und in Wiesendorf im Bau.

Trotzdem haben die Kolkwitzer zwei große Probleme: Zum einen ist immer noch nicht geklärt, ob die Gemeinde wieder eine weiterführende Schule bekommt, zumal jetzt auch die Drebkauer sich dafür einsetzen. "Hier haben wir nach wie vor keine ehrlichen Zahlen. Es gibt für uns keine Antworten, es ist unerträglich, wie hier mit uns umgegangen wird", betonte Bürgermeister Fritz Handrow (CDU). Das zweite Problem ist die Zuganbindung. Kunersdorf und Kolkwitz, diese werden tagsüber nicht mehr von der Bahn bedient. Dagegen gibt es erhebliche Widerstände, aber alle Argumente gegen diese Teilschließung der Bahnhöfe prallen an den Verantwortlichen ab.

Auch der anwesenden Spree-Neiße Landrat Harald Altekrüger (CDU) sagte Unterstützung bei der Problemlösung zu. Er bedankte sich für den unkomplizierten Umgang mit den Flüchtlingen in Kolkwitz. Zudem informierte der Kreischef über Bundesmittel, die demnächst für den Breitband-Netzausbau fließen. Der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze (CDU) informierte zudem über einer Fördermittelrichtlinie für den Breitbandnetzausbau in Gewerbegebieten, die diesen Monat noch in Kraft treten soll.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Hans-Georg Zubiks bedankte sich bei den anwesenden Unternehmern, Gemeinde- und Vereinsvertretern für deren Engagement für Kolkwitz: "Sie sorgen dafür, dass Kolkwitz ein Ort ist, wo man gern lebt." Mit deutlichen Worten sprach er die mangelhafte innere Sicherheit, die nicht zu ertragende Kreisgebietsreform sowie die vordringlichen ungeklärten Kolkwitzer Themen an. Bürgermeister Fritz Handrow verkündete mit 9254 nicht nur eine wieder um 80 Personen gewachsene Einwohnerzahl, sondern er erzählte auch von einem nicht zu begründenden Detail der 76 Geburten: "2016 war das dritte Jahr in Folge, in dem zu zwei Dritteln Kolkwitzer Jungen geboren wurden." In seinem Bericht war davon zu hören, dass die Gewerbegebiete nach wie vor sehr gut ausgelastet sind. Der Jugendposaunenchor umrahmte passend zum Lutherjahr die Veranstaltung im Kolkwitz Center.

"Wir versuchen jedes Jahr dabei sein, weil es eine gute Gelegenheit ist, die wichtigen Informationen von der Gemeinde zu bekommen und andere Unternehmer zu treffen", begründete das Unternehmerehepaar Richard und Cornelia Witzek aus Kolkwitz ihr Kommen. Marco Lecher und Hagen Wilk, Kolkwitzer Unternehmer, fanden es sehr informativ, kommunikativ und chancenreich, um Neuigkeiten zu erfahren. Andreas Konzack aus Babow war zum ersten Mal beim Kolkwitzer Neujahrsempfang: "Mir hat es sehr gut gefallen, ich habe viel über Kolkwitz erfahren".