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Kolkwitzer Initiative will jetzt Schulverbund gründen

Kolkwitz/Burg. Die Kolkwitzer wollen nicht mehr nur eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe eröffnen. Sondern wie Margit Bzdak, Leiterin der Initiativgruppe, im Bildungsausschuss des Spree-Neiße-Kreises erläuterte, wird ein Schulverbund mit mehreren Grundschulen und möglichst auch der Grund- und Oberschule Burg angestrebt. ani

Das überraschte die Vertreter aus dem Amt Burg. "Mit uns soll erst in der kommenden Woche gesprochen werden", so Amtsdirektorin Petra Krautz. "30 Schüler aus Kolkwitz besuchen derzeit unsere Schule. Das ist eine ganze Klasse. Und wir haben gerade viel Geld in unseren Schulstandort gesteckt", erklärt sie ihre Sorgen mit dem Kolkwitzer Vorhaben. Und wie die Burger Schulleiterin Annett Kaufmann ergänzt, gehe es nicht nur um Kolkwitzer Kinder, die dann nicht mehr kommen, sondern auch um Cottbuser Kinder, die derzeit Burg anwählen, weil sie eine ländliche Schule suchen. Das Brandenburger Schulgesetz erlaubt Schulverbände. Sie sollen besonders im ländlichen Raum trotz sinkender Schülerzahlen kurze Schulwege sichern. Hermann Kostrewa, Bildungsdezernent in Spree-Neiße, machte keine Hoffnung auf eine schnelle Entscheidung: "Wir müssen alles in einem Gesamtrahmen sehen. Gespräche mit allen Schulträgern - auch mit Burg - sind geplant." Starten soll die weiterführende Schule laut Initiativgruppe mit dem Schuljahr 2016/17 in Kolkwitz. Allein mit Schülern dieser Gemeinde und Drebkau sei der Bestand aber nicht gesichert. Aber den vorhandenen Schulen in Burg, Drebkau, Leuthen und Ströbitz soll das Vorhaben nicht schaden, wie Margit Bzdak betont.