Der Kackrower Ortsvorsteher Joachim Oertel rät Bürgermeister Fritz Handrow (CDU), unbedingt mit den Jägern und der Jagdbehörde zu sprechen. Zwischen den Dörfern, an der Koselmühle und auch am Forsthaus in Kolkwitz ziehe der Wolf schon entlang. „Es wurden schon mehrere Rehe gerissen. Der Wolf darf nicht geschossen werden. Das Wild wird immer weniger. Nur die Wildschweine nehmen zu und verursachen Schäden in den Maisfeldern. An die traut sich der Wolf nicht ran, so lange er Rehe und Schafe reißen kann“, so Joachim Oertel verärgert. Stadtverordnetenvorsteher Hans-Georg Zubiks (CDU) bedauert die Schaf- und Ziegenhalter. „Die Rückkehr des Wolfes ist staatlich nur gewollt von einer Handvoll Irrer. Die Wölfe werden hier gezüchtet und vermehren sich exorbitant“, schimpft Zubiks. Statt für die Wölfe sollte das Geld für Schulen ausgeben werden, fordert er.

Bürgermeister Fritz Handrow (CDU) verlas gleich die jüngsten „reißerischen“ Wolfsnachrichten aus Sachsen – „gerade weil die Sachsen schon länger Erfahrung mit den Wölfen haben“, so Handrow. Früher haben ganze Schafherden draußen übernachten können – und jetzt?. Gut erinnere er sich daran, dass die Wolfsexpertinnen Gesa Kluth und Ilka Reinhard vor ein paar Jahren verkündeten, Flatterbänder am Weidezaun würden den Wolf abschrecken. „Inzwischen gilt nur noch ein Elektrozaun – anderthalb Meter hoch und einen halben Meter tief in die Erde eingegraben – als wolfssicher. Und selbst da setzt er drüber, wenn er hungrig ist“, so Fritz Handrow.

Wolfs-Freunde gaben sich nicht zu erkennen. Nur als Handrow von angepflockten Ziegen und Schafen sprach, die der Wolf gerissen hatte, schüttelten einige den Kopf. Das man das als Tierhalter im Wolfsgebiet nicht tut, war schon klar, als Flatterbänder noch schützen sollten.