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Kohlegegner laden EPH-Chef zur Debatte ein

Atterwasch/Kerkwitz. Bereits zum sechsten Mal findet am 31. Oktober in Atterwasch der Reformationstag unter dem Motto "Die Energiewende ist die Reformation des 21.Jahrhunderts" statt. Darauf macht Monika Schulz-Höpfner im Namen des Bündnisses Heimat und Zukunft in Brandenburg und des Heimat und Feuerwehr Vereins Atterwasch hin. red/js

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst mit dem ehemaligen Pfarrer Mathias Berndt. Danach wird ein Kurzfilm vom "Aufbau der Kerkwitzer Kirche bis zum drohenden Abriß" vorgestellt. Kerkwitz ist das einzige Dorf unter 67 Orten, die im Rahmen des Europäischen Stationenweges im Lutherjahr 2017 für 36 Stunden angesteuert werden - unter Städten wie Genf, Wittenberg oder Dublin. Ab 12.30 Uhr soll in einem Podiumsgespräch der Strukturwandel in der Lausitz thematisiert werden - allerdings mit dem Zusatz "ohne neue Tagebaue" schon im Titel. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hat nach Angaben von Monika Schulz-Höpfner bereits abgesagt. Für die CDU-Politikerin ist es "sehr bedauerlich, dass sich der Minister der Diskussion vor Ort nicht stellt". Er toure zum Thema Strukturwandel durch die Verbände, überlasse aber das Schicksal der Menschen dem neuen Besitzer. "Jetzt sind wir gespannt, ob der von EPH angebotene Dialog ernst gemeint ist", so die in Atterwasch wohnende Kreistagsvorsitzende Schulz-Höpfner. Sie will mit EPH-Chef Daniel Kretinsky und René Schuster (Grüne Liga) diskutieren.