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Kohle-Befürworter signalisieren in Cottbus Alarmstufe Rot

Spektakulär: Auch das Große Haus des Cottbuser Staatstheaters ist am gestrigen Donnerstagabend rot angestrahlt worden.
Spektakulär: Auch das Große Haus des Cottbuser Staatstheaters ist am gestrigen Donnerstagabend rot angestrahlt worden. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Auf Alarmstufe Rot hat am Donnerstagabend der Verein Pro Lausitzer Braunkohle geschaltet. Ab 21 Uhr leuchteten das Cottbuser Staatstheater, das Stadion der Freundschaft und die Stadthalle in der Signalfarbe. dst

Damit warnt der Verein mit Partnern vor den Plänen der Bundesregierung. Um die gefährdeten Klimaschutzziele noch zu erreichen, sollen nach der Vorstellung von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) Betreiber von Braunkohlekraftwerken, die älter als 20 Jahre sind, eine Abgabe zahlen. Die Braunkohlebefürworter befürchten, dass diese dadurch unwirtschaftlich werden und durch eine Stilllegung in der Lausitz Tausende ihre Jobs verlieren könnten.

Der Energiekonzern Vattenfall betreibt in Ostdeutschland vier Braunkohlekraftwerke. Die Erst-Inbetriebnahme von zwei Kraftwerken - Jänschwalde und Boxberg - liegt laut Vattenfall schon mehr als 20 Jahre zurück. Das Kraftwerk Schwarze Pumpe, das von den Gruben Welzow-Süd und Nochten (Sachsen) beliefert wird, nahm den Betrieb 1997/1998 auf.