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| 19:15 Uhr

Neuhausen
Ein Schokoladenfahrrad für den ABV

Andre Nieland bekam den Preis für das schönste Fahrrad. Er hatte seien Drahtesel mit Blaulicht und Fahnen gestaltet, kam selbst aus ABV.
Andre Nieland bekam den Preis für das schönste Fahrrad. Er hatte seien Drahtesel mit Blaulicht und Fahnen gestaltet, kam selbst aus ABV. FOTO: Marion Hirche
Neuhausen. Knapp 200 Einwohner beim Volksradeln in Neuhausen Von Marion Hirche

Zum neunten Mal fand das Neuhausener Volksradeln am Sonntag statt. Insgesamt 197 Einwohner der Großgemeinde waren aktiv dabei. Sie vertraten elf der 15 Neuhausener Ortsteile und repräsentierten durch die „Neuhausener Stahlwaden“ auch die sportlichsten Radler von Neuhausen.

Wie jedes Jahr stand der Spaß im Vordergrund. Vier der elf Gruppen hatten sich lustige Verkleidungen angelegt und  bewiesen mit ihren Vorführungen spaßigen Geist in der Truppe. Den Pokal für die zahlenmäßig stärkste Gruppe prozentual zur Einwohnerzahl des Ortsteiles sicherten sich wieder einmal die Kathlower. Im Vergleich zum Vorjahr kamen sie im Neuhausener Schlosspark mit 36 Teilnehmern an und hatten damit noch einen mehr als 2017 im Team. Beim ältesten Teilnehmer blieb auch alles beim „Alten“: Reinhard Kossick ist und bleibt der Radler mit den meisten Jahren, 2018 schon 86-jährig. Die zweijährige Jasmin Zimmermann aus Neuhausen holte sich den Titel als jüngste Mitfahrerin und bewies mit ihrem Stützräderfahrrad vor allen, dass sie selbst gefahren ist.

Die Neuhausener Stahlwaden haben sich wieder mal selbst übertroffen. Sie radelten dieses Jahr so viele Kilometer wie noch nie: Sie legten 117 Kilometer durch die Gemeinde zurück, hatten wohl den Rückenwind von ihrer Teilnahme am 300 Kilometer-Wettbewerb in Neubrandenburg in diesem Jahr, den sie durchhielten und für diese Distanz etwas mehr als zehn Stunden benötigten. Die meisten Kilometer der Volksradler hatten die Roggosener bei ihrer Ankunft im Neuhausener Schlosspark in den Beinen.

Die Magisters aus Sergen brachten acht Familienmitglieder an den Start und waren damit die größte Familie im Pulk der Neuhausener Freizeitradler. Sie gehörten aber auch zur Zirkusgruppe  der Sergener.  Sie hatten sich allesamt als Tiere verkleidet  und der jüngste unter ihnen, der vierjährige Adrian Magister, ließ als Zirkusdirektor alle durch den Reifen klettern. Bei den Gablenzern war alles märchenhaft: Silvia und Frank Göpfert kamen als Hans im Glück mit Liese, Franziska Thieme hatte als Schneewittchen sieben Zwerge im Schlepptau und Edeltraut Kanter hatten frische Milch und  selbst gebackenen Napfkuchen  im Körbchen und freute sich als Rotkäppchen über einen friedlichen Wolf an ihrer Seite. Ortsvorsteherin Christina Krüger schüttelte als Frau Holle die Kissen aus und sagte: „Wir haben so viel Spaß, genau wie bei uns im Dorf.“ Beste Stimmung präsentierten auch die Groß Oßniger.  Claudia Roge vom „Frau Oßnig“-Verein hatte die Idee, deshalb kamen die  Vertreter ihres Dorfes allesamt als Hütchenfiguren und kurz nach ihrer Ankunft verwandelten sie samt  Spieltuch die Tanzfläche in ein großes „Mensch-ärgere-dich nicht“-Spiel.  Alle Ideen wurden belohnt, denn es wurde nicht eine, sondern gleich drei lustige Truppen ausgezeichnet.

Anke Dabow , Ortsvorsteherin von Neuhausen übergab ein Fahrrad aus Felicitas-Schokolade an  Andre Nieland für das schönste Fahrrad. Er hatte seien Drahtesel mit Blaulicht und Fahnen gestaltet, kam selbst als Abschnittsbevollmächtigter (ABV) und hatte lauter Deutschland-Fans aus  Roggosen in seinem Schlepptau.