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| 14:47 Uhr

Vereinsschau
Der Bürgermeisterpokal für eine stolze Spanierin

Norbert Hellwig (v.l.) aus Krieschow  zeigt gemeinsam mit seinem Vereinsvorsitzenden Bernd Adam dem Bürgermeister Karsten Schreiber seine erfolgreichen „Spanier“-Hühner.
Norbert Hellwig (v.l.) aus Krieschow zeigt gemeinsam mit seinem Vereinsvorsitzenden Bernd Adam dem Bürgermeister Karsten Schreiber seine erfolgreichen „Spanier“-Hühner. FOTO: Marion Hirche
Kolkwitz. Kleintierzuchtverein Kolkwitz präsentiert 235 Tiere. Von Marion Hirche

() Bei der diesjährigen Vereinsschau des Kolkwitzer Kleintierzuchtvereines waren 235 Tiere zu sehen. Ausgestellt wurden 98 Tauben, 41 Wassergeflügeltiere, 15 Zwerghühner und 81 Kaninchen. Der Verein hat 22 Mitglieder aus Kolkwitz und den umliegenden Gemeinden. „Die Bedingungen für die Zucht waren in diesem Jahr nicht gut. 2017 waren es Krankheiten, die uns Sorgen bereiteten, in diesem Jahr waren es die Hitze und die extreme Trockenheit. Aus diesem Grund ist es verständlich, dass wir 2018 60 Tiere weniger zeigen können. Trotzdem sind wir mit unserer Schau zufrieden“, betonte der Vereinsvorsitzende Bernd Adam zur Eröffnung der Ausstellung in der alten Turnhalle am KolkwitzCenter.

Der Kolkwitzer Bürgermeister Karsten Schreiber dankte allen Züchtern für ihr Engagement. Er überreichte den von ihm gestifteten Bürgermeisterpokal an Norbert Hellwig. Der gebürtige Dahlitzer, der jetzt in Krieschow zu Hause ist, ist 2019 50 Jahre Mitglied des Kolkwitzer Kleintierzuchtvereines. Seit zwei Jahren züchtet er „Spanier“. „Ich habe die gesehen und sofort Gefallen daran gefunden. Die Zwerghühner sind sehr selten. Auch auf der Bundesschau in Leipzig sieht man nicht mehr als zehn Tiere“, berichtet der Krieschower. Für seine Henne mit der Startnummer 139 gab es den großen blau-silber-farbenen Pokal. Sein Tier weist eine exakte tiefschwarze Färbung des Federkleids auf, die Ohrscheiben sind weiß und der Kamm rot. Beim Anblick dieser Hühner denkt man tatsächlich an die stolze Carmen. Ein bisschen von seinem Zuchtgeheimnis verriet Norbert Hellwig beim Ausstellungsrundgang: „Man muss sich intensiv um die Tiere kümmern. Das ist gerade bei dieser Rasse nicht so einfach, denn die Tiere sind extrem beweglich.“ Auch sein Sohn Robert ist Züchter. In Kolkwitz hat er Kleinsilber-Kaninchen, braunfarbig ausgestellt. Zu den größten Fans von Opa Norbert gehören die Enkelsöhne Max und Moritz.

Die Landtagsabgeordnete Roswitha Schier (CDU) übergab den von ihr gestifteten Pokal an die Zuchtgemeinschaft Siegel aus Werben. Uwe und Max Siegel sind in Kolkwitz Mitglieder und stellten hier einige ihrer Roten Neuseeländer aus ihrem großen Reservoir sehr gut gewachsener Tiere aus. Für eines ihrer Kaninchenquartetts gab es die Pokal-Anerkennung. Roswitha Schier gratulierte den beiden Züchtern und würdigte alle Aussteller: „Sie haben meine allerhöchste Anerkennung, denn Sie haben ein Hobby, bei dem Sie 365 Tage im Jahr Verantwortung tragen. Richten Sie auch ihren Partnern meinen Dank aus. Ich habe in der Ausstellung einen Hahn entdeckt, der wie im Bilderbuch meiner Enkeltochter aussieht. Bitte bleiben Sie bei ihrem Hobby, damit wir möglichst noch viele lebende Tiere, auch solche schönen Hähne, bestaunen können.“ Das beste Tier der Ausstellung war eine Henne: Sylvia Jacob hat sie ausgestellt. Ihre „New Hampshire“-Henne bekam die Bewertung „vorzüglich“ und den Landesverbandsehrenpreis.

Auf der Kolkwitzer Ausstellung gab es neben den mit Zweigen, Kürbissen und Rüben gestalteten Käfigen auch Schauvolieren, auch mit Wachtelnachwuchs. Die Tombola lockte wieder mit Tierpreisen.

Annett Sekyra gehörte zu den besonders glücklichen Besuchern. Die Zahsowerin konnte einen „Blaue Wiener“-Rammler kaufen: „Damit ist meine Zucht wieder gesichert. Kurios: Der Verkäufer war auch ein Zashower: Manfred Huchatz: „Aber wir wohnen am anderen Ende des Dorfes.“