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Kleine Kolkwitzer brauchen mehr Platz

Die Kita "Zwergenstübchen" besuchen derzeit 96 Kinder.
Die Kita "Zwergenstübchen" besuchen derzeit 96 Kinder. FOTO: Hirche/jul1
Kolkwitz. In der Kolkwitzer Kita "Zwergenstübchen" wurde in dieser Woche Kinderkarneval gefeiert. Indianer, Prinzessinnen und Clowns tanzten bunt durcheinander. Marion Hirche / jul1

Die Kita in der Glinziger Straße mit den wunderschönen Außenfarben besuchen zurzeit 96 Mädchen und Jungen. "Im Sommer werden wir 106 Kinder hier haben. Da platzen wir dann aus allen Nähten", sagt Inge Brücher, die stellvertretende Kitaleiterin.

Bürgermeister Fritz Handrow freut sich über die große Zahl junger Kolkwitzer: "Wir haben zur Zeit im Schnitt 80 bis 85 Kolkwitzer Babys. Das ist mehr als der Durchschnitt. Das bedeutet aber auch, dass wir an unsere Kapazitätsgrenzen in den Kindereinrichtungen stoßen. Alle unsere Einrichtungen sind jetzt schon gut ausgelastet. Ich glaube zwar nicht, dass die Zahl der Geburten so bleibt, sie wird sicher eher bei 70 bis 75 einpegeln, aber wir müssen jetzt auf den Bedarf reagieren. Laut Gesetz stehen jedem Kind 3,5 Quadratmeter zu und Ausnahmegenehmigungen dürfen nicht zum Dauerzustand werden."

Aus diesem Grund beschäftigten sich die Kolkwitzer Gemeindevertreter in dieser Woche mit diesem Thema. Die Kita "Zwergenstübchen" in Kolkwitz soll erweitert werden. Geplant ist der Anbau von zwei neuen Gruppenräumen. "Wir werden eine Fläche von 150 Quadratmeter ergänzen. Gedacht ist an zwei Gruppenräume mit Sanitärtrakt für die Kleinen, 46 bzw. 35 Quadratmeter groß. Außerdem muss ein neuer Lagerraum für die Kita eigene Küche, eine neue Personaltoilette für die 17 Mitarbeiter geschaffen werden. Dazu sind Veränderungen bei den Türen und Fenstern nötig. Die beiden Gruppenräume werden mit einer mobilen Trennwand verbunden sein", erklärte die Planerin Anke Handrow.

Auf Nachfrage des CDU-Gemeindevertreters Lutz Brücher wurde erklärt, dass mit diesem Anbau Plätze für 20 Kinder gesichert sind. Hauptamtsleiterin Martina Rentsch betonte: "Mit diesem Anbau können wir den Bedarf bis 2018 decken." Bei der Abstimmung sprachen sich alle Abgeordneten einstimmig für den rund 300 000 Euro teuren Kita-Anbau aus.