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Klein Oßnigk
Bankblütenfest erlebt im September seine Premiere

Rainer Dürre eröffnete den „Szeppiang“ in Klein Oßnig, bei dem Neuigkeiten ausgetauscht werden.
Rainer Dürre eröffnete den „Szeppiang“ in Klein Oßnig, bei dem Neuigkeiten ausgetauscht werden. FOTO: Marion Hirche
Klein Oßnig. Klein Oßniger ziehen bei traditioneller Jahresauftaktveranstaltung namens Szeppiang Bilanz.

Die Einwohner von Klein Oßnig haben sich nach guter Dorftradition zum „Szeppiang“ getroffen. Dahinter verbirgt sich eine Veranstaltung zum Jahresauftakt, bei der früher der Gutsbesitzer seine Untertanen einlud, über Ergebnisse des Jahres und die Vorhaben sprach. Dabei wurde dann immer ein Schnäpschen ausgegeben und die Gläser „schepperten“. Werner Dürre, der inzwischen verstorbene Besitzer der Gaststätte „Schön Oßnig“ hat diese Tradition wieder belebt. Sein Sohn Rainer Dürre eröffnete in diesem Jahr die Zusammenkunft.

Karlheinz Pfeifer übernahm die  Aufgabe des Berichterstatters über die Arbeit des Dorfclubs und hatte gleich einen Paukenschlag parat: „Am 16. November haben wir unseren Verein gegründet, wir sind also nach den vielen Jahren Dorfclub in Gründung nun endlich ein eingetragener Verein.“ Das war längst überfällig. Als die Klein Oßnigker im vergangenen Jahr ihrDorfjubiläum organisiert hatten, konnten sie ihren zahlreichen Sponsoren keine Spendenquittungen ausreichen. Das sei jetzt endlich möglich.

Auch sonst hatte der Vereinsvorsitzende allerhand Positives zu berichten. Der Verein hat das Zampern, das Osterfeuer und das Maibaumaufstellen organisiert. Am 10. Juni gab es ein buntes Kinderfest mit 70 Mädchen und Jungen. Das Weinbergteam wurde im Juni und September bei Festen unterstützt, im Oktober wurde ein Kirmestanz organisiert. Absoluter Höhepunkt war das Dorffest zum 560-jährigen Bestehen von Klein Oßnigk Am 29. Juli folgte eine vielseitige  und sehr gelungene Jubiläumsparty. Pfeifer bedankte sich bei allen Helfern und Sponsoren. Die traditionellen Veranstaltungen wird es auch 2018 geben. Neu wird ein Bankblütenfest am 15. September sein. Neben der Bank auf dem Parkplatz an der Gaststätte soll eine Infotafel aufgestellt werden.

Bürgermeister Dietmar Horke berichtete vom leichten Rückgang der Einwohnerzahl im Schorbuser Gemeindeteil, aktuell zählt dieser 149 Einwohner. Er berichtete außerdem von einem neuen Anlauf für das Aufstellen eines Blitzers. Zur Erinnerung: Das zuletzt vom Landkreis Spree-Neiße auf einem Privatgrund stehende Gerät darf nicht blitzen.

Zuversichtlich äußerte sich der Bürgermeister zum Schulproblem: „Die jetzige Situation gibt mir Grund zum Optimismus, dass wir 2019/2020 eine weiterführende Schule in Drebkau haben werden“. Der Schorbuser Ortsvorsteher Frank Schätz dankte den Klein Oßniger noch einmal für ihre Teilnahme am Drebkauer Kreisel –  Schorbus hatte in der Mannschaftswertung den zweiten Platz belegt, die Siegprämie floss in die Jubiläumskasse von Klein Oßnig. Frank Schätz berichtete außerdem von dem Vorhaben, Wanderwege zur Ortsgeschichte auszuweisen.

In der Diskussion gab es Hinweise auf klappernde Gullydeckel, gefährdete Waldflächen hoch zum Weinberg, und  natürlich spielte auch wieder die Bundesstraße eine Rolle. „Wir brauchen keine neue Straße, wir wollen doch nur die Lkw nicht haben“, war die einhellige Meinung in der Diskussion.

(jul)