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Klaus-Peter Schulze

FOTO: Jürgen Scholz
Beruf: Diplomlehrer Biologie und Chemie Partei: CDU Geburtsjahr: 1954 Wohnort: Spremberg Was die Lausitz am dringendsten braucht: Die Lausitz braucht unbedingt einen Fahrplan für die weitere Strukturentwicklung. Gerade auf Bundes- und Landesebene ist hier ein stärkeres Engagement nötig.

Wie lassen sich die Industriearbeitsplätze des Braunkohlesektors vollwertig ersetzen? Ist die Einrichtung einer europäischen Modellregion eine geeignete Maßnahme? Diese Fragen müssen zeitnah geklärt werden.

Was die Lausitz überhaupt nicht braucht: Ein Kompetenzgerangel zwischen Kommunen und der Landesregierung, was die Ausgestaltung des Strukturwandels anbelangt. Es müssen alle Kräfte gebündelt werden, damit wir diese große Herausforderung zusammen meistern.

Wofür ich mich besonders stark machen will: Entscheidend für die Zukunft der Region ist eine leistungsfähige Infrastruktur. Dies betrifft die verkehrliche Anbindung, die medizinische Versorgung und auch den Zugang zu schnellem Internet. Mit dem aktuellen Bundesverkehrswegeplan und dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau haben wir hier bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Im Falle meiner Wiederwahl will ich weiter eine starke Stimme für unsere Region sein.

Was ich unbedingt verändern will: keine Antwort

Mit oder ohne Kohle - wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz aus?: Die Braunkohle ist eine wichtige Brückentechnologie ins Zeitalter der erneuerbaren Energien. Hier unterscheidet sich die CDU übrigens von der SPD. Die Sozialdemokraten wollen laut ihrem Wahlprogramm bei der Energiewende vor allem auf Erdgas setzen. Fakt ist jedoch, dass der Ausstieg aus der Braunkohle kommen wird. Es darf daher nicht bis zum Tag X gewartet werden, sondern es gilt bereits heute geeignete Maßnahmen für eine erfolgreiche Strukturentwicklung zu ergreifen.

Wie ist Ihre Vision von der Lausitz 2030?: Die Lausitz im Jahr 2030 ist eine Region, die infolge ausgebauter Schienen- und Straßenanbindungen sowie einer verbesserten Breitbandversorgung über eine neue Strukturperspektive verfügt.

Ihre wichtigsten Ziele im Bundestag: Das sind die Gewährleistung einer strukturellen Unterstützung für die Braunkohlegebiete unter anderem durch die Europäische Union, die Fortsetzung der finanziellen Förderung von Kommunen und die Sicherung des Engagements des Bundes für die Umsetzung von Maßnahmen gegen die Eisenoxidbelastung der Gewässer.