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Cottbus
Neue Kita-Plätze warten auf die Kinder

Letzte Vorbereitungen treffen am Freitag Cornelia Ohme, Gabriele Hellmann und Marcel Reinsch (v.l.n.r.) im „Schlauberger-Raum“ der neuen Vorschule im Haus 3 der Kita Freundschaft an der Gartenstraße. Am Montag beziehen rund 50 Vorschulkinder hier ihr neues Domizil mit acht neuen Räumen.
Letzte Vorbereitungen treffen am Freitag Cornelia Ohme, Gabriele Hellmann und Marcel Reinsch (v.l.n.r.) im „Schlauberger-Raum“ der neuen Vorschule im Haus 3 der Kita Freundschaft an der Gartenstraße. Am Montag beziehen rund 50 Vorschulkinder hier ihr neues Domizil mit acht neuen Räumen. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Kita Freundschaft nimmt weitere Räume in Betrieb. Trotzdem reichen die Plätze in Cottbus nicht aus. Deshalb könnte das alte Schulgebäude an der Gartenstraße wichtig werden. Von Peggy Kompalla

90 neue Kita-Plätze werden noch in diesem Jahr in Schmellwitz und der Spremberger Vorstadt geschaffen. Das verkündet der Cottbuser Jugendamtschef André Schneider am Donnerstagabend im Bildungsausschuss. Trotzdem werden diese neuen Plätze nicht ausreichen, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Zwar plant die Stadt neue Kindereinrichtungen. Doch bis sie ihren Betrieb aufnehmen, vergehen mindestens anderthalb Jahre. Deshalb macht sich das Jugendamt Gedanken, wie vorübergehend Kapazitäten geschaffen werden können. Dabei spielt eine alte Schule eine wichtige Rolle. Die Idee kommt bei den Abgeordneten gut an. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.

Die Kita Humi-Kids wird sich noch in diesem Jahr von 130 auf 170 Plätze vergrößern. „Dafür sind kleinere Baumaßnahmen notwendig“, berichtet Schneider. „Die werden bis Juni abgeschlossen sein. Die Betriebserlaubnis ist bereits erteilt.“ Damit gibt es ab dem Sommer mehr Humi-Kids in Schmellwitz. Die Kita Freundschaft betreut bereits ab Montag deutlich mehr Kinder. Sie geht mit dem Ende der Osterferien mit 50 zusätzlichen Plätzen in Betrieb. Die Einrichtung nutzt dafür das benachbarte Schulgebäude an der Gartenstraße. Die Immobilie wurde bis zum Jahr 2009 vom Pückler-Gymnasium genutzt und gehört der Stadt Cottbus.

„Das Haus gibt es her, noch weitere Plätze zu schaffen“, erklärt André Schneider. Damit antwortet er auf eine Anfrage der SPD-Fraktion, die darauf drängt, kurzfristig mindestens 150 zusätzliche Kita-Plätze in Cottbus zu schaffen. Der Jugendamtschef warnt jedoch: „Es kann über die Kräfte des Trägervereins gehen, wenn wir die Kapazitäten dort in Größenordnungen hochfahren.“ Denn auch die 50 neuen Plätze sind nur vorübergehend geschaffen worden und sollen wieder zurückgefahren werden, sobald die geplanten Kitas ihren Betrieb aufnehmen. „Trotzdem halten wir das auch für die sinnvollere Variante als Container aufzustellen“, ergänzt Schneider. Nichtsdestotrotz stehe das Jugendamt mit dem Land Brandenburg derzeit über die Nutzung von Containern in Kontakt. Das Angebot hatte es aus Potsdam gegeben. „Es fehlt die Antwort“, sagt Schneider. Problematisch sei bei den Containern allerdings, dass dafür in der Regel Freiflächen zum Spielen verloren gehen. Zudem seien Bauanträge nötig. „Alles in allem dauert auch das neun bis zwölf Monate.“

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