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| 18:14 Uhr

Stadtpolitik
Kitas sollen Kinder weiter bis zu zehn Stunden betreuen

Etwa die Hälfte aller Kita-Kinder in Cottbus muss länger als 7,5 Stunden betreut werden.
Etwa die Hälfte aller Kita-Kinder in Cottbus muss länger als 7,5 Stunden betreut werden. FOTO: dpa / Monika Skolimowska
Cottbus. Die Betreuungszeiten in den Kindertagesstätten in Cottbus bleiben ein strittiges Thema. Fast alle Beteiligten sind sich einig. Die Stadtverwaltung sieht bei die Lösung des Problems vor allem die Träger in der Pflicht. Von Andrea Hilscher

Der Elternbeirat, Sozialdezernentin Maren Dieckmann und der Leiter des Jugendamtes, André Schneider, haben über die aktuelle Situation in einigen Cottbuser Kitas gesprochen. Hintergrund ist ein offener Brief des Beirates, in dem er auf Ungereimtheiten beim Abschluss von Betreuungsverträgen in einzelnen Einrichtungen hingewiesen hatte. Beirat und Stadt sind sich einig, dass in Cottbus der Anspruch auf eine Betreuung in den Einrichtungen bis zu zehn Stunden gewährleistet bleiben muss. In Cottbus sind davon etwa 50 Prozent aller zu betreuenden Kinder in Krippe und Kindergärten betroffen. Ein Träger hatte angekündigt, keine Verträge bis zehn Stunden mehr abschließen zu wollen.

Gemeinsam mit den Trägern wollen Elternbeirat und Kommune beim Land darauf dringen, die dritte Betreuungsstufe (über acht Stunden Betreuungszeit) wieder einzuführen und entsprechend zu finanzieren.

Cottbus, so die Verwaltung, könne die aktuelle Finanzierungslücke nicht ausgleichen, da die Stadt keine zusätzlichen freiwilligen Leistungen in den Haushalt aufnehmen darf. Für Cottbus würde eine solche Regelung zusätzlich 2 bis 2,5 Millionen Euro Zusatzkosten pro Jahr bedeuten.