ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:24 Uhr

Tradition
Gulben wartet mit XXL-Hüten und viele Trachten auf

 Mit einem vielseitigen Programm aller Gulbener Altersgruppen ging am Sonntag das wendische Kirmeswochenende in Gulben zu Ende. Hier die jungen Männer des Ortes als  XXL-Hüte.
Mit einem vielseitigen Programm aller Gulbener Altersgruppen ging am Sonntag das wendische Kirmeswochenende in Gulben zu Ende. Hier die jungen Männer des Ortes als  XXL-Hüte. FOTO: Marion Hirche
Gulben. Wenn in Gulben Kirmeszeit ist, dann herrscht in dem kleinen Kolkwitzer Ortsteil Ausnahmezustand. Am zurückliegenden Wochenende war es wieder soweit: An zwei Tagen wurde Gulben zum Mekka für Trachtenträgerinnen. Von Marion Hirche

Nach dem Auftakt durch die Feuerwehr schloss am Samstagabend einer der Höhepunkte an: Rund 400 Gäste feierten im Festzelt am Dorfgemeinschaftshaus. Dem Aufruf der Organisatoren folgend war jede dritte Besucherin in wendischer Tracht gekleidet. „Es ist schön, dass wir das geschafft haben. Es war unser Gedanke, die hier in der Niederlausitz ansässige Tracht so wie früher auch zur Kirmeszeit auszuführen. Das ist uns mit den Jahren immer besser gelungen. Das sorgt  für Stolz auf unsere Heimat und Zusammengehörigkeit – ein schönes Gefühl“, sagte Carolin Hansch.

Der Trachtenreigen setzte sich am Sonntagvormittag fort. Beim Taufgottesdienst in der  Gulbener Kirche trugen viele Teilnehmerinnen die wendische Kirchgangstracht. Diese wurden dann Mittag gegen die Ausgehtracht getauscht. Mit dem großen Festprogramm wurde das Kirmes-Wochenende abgerundet.

Hier legten sich die Gulbener wieder richtig ins Zeug. Jung und Alt gestaltete ein über zweistündiges Programm. Zu den Höhepunkten gehörten  die  Frauen des Klöppelzirkels als Schlümpfe, die Männer als  Wochenendtouristen auf Mallorca, die  jungen Männer mit Riesenhüten, die Frauen  mit einer 14-minütigen tänzerischen Zeitreise. Die meisten Lacher gab es wieder einmal beim Dialog von Astrid Schramm und Doreen Schiemenz. Die beiden  probierten sich diesmal als Feuerwehrleute aus und hatten manche Mühe mit dem „Löschangriff nass“. Die Bühnenakteure sorgten für Lachen ohne Grenzen. Gäste aus der ganzen Region amüsierten sich, unter ihnen viele aus Kolkwitz, Hänchen, Werben, Papitz, Guhrow und anderen Dörfern.

Am Ende dankte Moderatorin Doreen Schiemenz den  Programmgestaltern: „Ihr habt wieder geschuftet, wochenlange Proben, Gewusel auf dem Platz, die ganze Woche Kostüme bauen, Requisiten ranschaffen und und und ...“  Sie berichtete von der tollen Frauentagsfeier in Gulben in diesem Jahr und erklärte die Zahlen auf dem Rücken der Cordula-Grün-Sänger: „8. 3. 2020 – das ist eine Einladung zur nächsten Frauentagsparty“. Sie informierte die Zuschauer im übervollen Zelt: „Das Geld, das wir am Wochenende beim Kuchen einnehmen, wollen wir zum Kauf von Außenmöbeln für unser Dorfgemeinschaftshaus nutzen. Fast 1400 Euro sind zusammengekommen.“ Dann lud sie die Anwesenden fürs nächste Jahr ein: „Alle sind herzlich willkommen, auch die von über die Chaussee“.  Die Gäste bedauerten in Abwandlung eines bekannten Liedtextes: „Gulben ist nur einmal im Jahr!“