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| 17:31 Uhr

Kinderreporter befragen Leag-Chef
Heutige Generation 10plus stellt die Zukunftsfragen der Lausitz

 Helmar Rendez,  Vorstandsvorsitzender der Lausitzer Energie Bergbau Aktiengesellschaft (Leag), beantwortet die Interview-Fragen der RUNDSCHAU-Kinderreporter.
Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzender der Lausitzer Energie Bergbau Aktiengesellschaft (Leag), beantwortet die Interview-Fragen der RUNDSCHAU-Kinderreporter. FOTO: Julia Täuscher
Cottbus. Leag-Vorstandschef Helmar Rendez hat sich dem Interview der RUNDSCHAU-Kinderreporter gestellt. Das Fazit der Mädchen und Jungen ist auch kritisch. Von Daniel Steiger und Kathleen Weser

Zum Klimaschutz und Ausstieg aus dem Abbau und der Erzeugung von Energie aus Braunkohle haben die RUNDSCHAU-Kinderreporter am Dienstag den Vorstandsvorsitzenden der Lausitzer Energie Bergbau Aktiengesellschaft (Leag) befragt. Das Interview beschreiben die Mädchen und Jungen als „sehr spannend und lehrreich“, Helmar Rendez als „nett und locker“. Die Antworten auf die Zukunftsfragen der heutigen Generation 10plus, die in 20 Jahren längst neue Perspektiven in der Lausitz gefunden haben muss, sehen die Mini-Reporter aber auch kritisch.

Marvin Krüger (12) aus Vetschau hat überrascht, dass der Leag-Chef auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben gewährt hat, der Klimaschutz in den kleinen Dingen des Alltages für ihn ein großes Thema ist: Beim Einkauf verzichtet er auf Plastiktüten zum Heimtragen einzelner Obstsorten. Das kann jeder.

Mirjam Füller (14) aus Spremberg ist Helmar Rendez beim Engagement junger Menschen für den Klimaschutz wie der Bewegung Fridays for Future (FFF) und vor allem „zum richtigen Zeitpunkt“ für den Kohleausstieg zu vage geblieben. „Seine Meinung zu der globalen Schüler- und Studierendenbewegung für den Klimaschutz weiß ich leider immer noch nicht“, sagt sie später in der RUNDSCHAU-Kinderredaktion.

Paul Schöpe (15) aus Cottbus findet besonders spannend, dass die  Zukunft der Leag und der Energiegewinnung in der Lausitz einen  komplexen Wandel erfordern, der nicht einfach planbar ist. Rendez vergleicht das, was jetzt in der Lausitz passiert, mit einem Schiffsmotor, der noch volle 20 Jahre stramm laufen muss – aber nun in voller Fahrt umgebaut werden muss.

 Kinder Reporter
Kinder Reporter FOTO: LR / Schubert, Sebastian

Maja Müller (12) aus Calau sagt: „Ich habe viel über die Leag erfahren. Unter anderem, dass sie eine Zukunft hat.“ Dass das Unternehmen viele junge Mitarbeiter hat, die den Ausstieg aus der Braunkohle miterleben werden und Helmar Rendez auch deshalb gern Leag-Chef ist, hat sie beeindruckt.

Jakob Bruchatz (14) aus Cottbus: Helmar Rendez hat mich vor allem damit überrascht, dass er Elektroautos so positiv gegenübersteht und auch selbst klimafreundlich unterwegs ist.

Alma Schüttenhelm (13) aus Cottbus hat mehr über die Klimaziele erfahren. Dass sich 19 Staaten der 20 wichtigsten Industrieländer der Erde  zum Pariser Klimaschutzabkommen bekennen, nur die USA nicht, sei ein Problem.

Frieda Schwarz (11) aus Cottbus hat die Frage nach dem Heimatverlust von Menschen durch die Kohle gestellt. „Dass noch ein Dorf zerstört wird, hat mich erschüttert. Ich finde es nicht schön, dass mehr als 200 Menschen, die nichts dafür können, wegziehen müssen“, stellt sie fest.

Julian Grille (11) aus Guben sagt: Helmar Rendez hat die Risiken des Kohleausstieges aus seiner Sicht benannt und die Friday for Future-Bewegung trotzdem als „gut für die Demokratie“ bewertet. Er ist zwar noch nicht auf einer der Demos gewesen, findet aber gut, dass die Jugend sich engagiert.

Das Interview der
RUNDSCHAU-Kinderreporter
mit Leag-Vorstandschef Helmar Rendez lesen Sie
in der Donnerstag-Ausgabe.
Ein Video sehen Sie auf
www.lr-online.de/kinderreporter