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Kinder erkunden Altes Testament

Der Turmbau zu Groß Oßnig.
Der Turmbau zu Groß Oßnig. FOTO: Marion Hirche/jul1
Groß Oßnig. (jul1) Das Groß Oßniger Bürgerhaus verwandelte sich von Donnerstag bis Sonnabend in eine Baustelle. Mit dem Schild "Betreten erwünscht" wurden die jungen "Arbeiter" herzlich willkommen geheißen. Marion Hirche

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Zeltmission (dzm) gestalteten Irina Lüskow und ihr Team von der Evangelischen Kirchgemeinde drei lehrreiche Veranstaltungen für Grundschulkinder. Mädchen und Jungen aus Klein und Groß Döbbern, aus Harnischdorf und Groß Oßnig, aus Spremberg und Cottbus nahmen daran teil und erlebten ein abwechslungsreiches Programm. Annett Stenke, dzm-Kinder- und Jugendreferentin, erzählte den Sieben- bis Zwölfjährigen die Geschichte von Nehemia, der vom König die Aufgabe bekommen hat, die Mauer in Jerusalem zu bauen, damit die Juden wieder einen ungestörten Alltag haben. In dieser Geschichte aus dem Alten Testament steckt sehr viel Potenzial für die Bewältigung des heutigen Alltags. "Der Nehemia hat es nicht leicht, die Mauer zu bauen, aber er schafft es und das ist für mich wichtig. Ich habe auch manchmal Situationen, von denen ich glaube, sie nicht bewältigen zu können", sagte die zehnjährige Heidi Behla aus Spremberg am Sonnabendmittag.

Gespannt lauschten die Kinder der Geschichte, bauten aus Kartons und aus Holzklötzern Mauern, beantworteten Handwerkerfragen, verwandelten sich mit Warnwesten und Helm selbst in Bauarbeiter und bewiesen sich bei einer Bauprüfung. Mit großer Begeisterung sangen sie die Lieder mit. "Das macht einfach Spaß", meinte Luis Dreher aus Groß Oßnig. Jette Vater aus Groß Oßnig hatte vor allem viel Freude beim Singen. Nicht nur mit dem Mund, sondern mit zum Text passenden Handbewegungen begleitete sie jedes Lied. Fiona Celine Träger aus Groß Döbbern machte beim Bilderraten begeistert mit und erriet auch das gezeigte Messer. Richard Jentsch aus Harnischdorf und Bruno Krogull freuten sich am Sonnabend vor allem auf das leckere Kinderbüfett. Ilona Petzold aus Harnischdorf war hier eine der Helferinnen: "Ich unterstütze Frau Lüskow öfter und diese Kindertage finde ich besonders schön." Die zehnjährige Joyce Buchwald aus Groß Oßnig meinte am Sonnabendmittag: "Es lohnt sich, mutig zu sein und anderen zu helfen in Gefahrensituationen" und brachte damit eine wichtige Erkenntnis stellvertretend für alle Kinder zum Ausdruck.