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Kiekebuscher Straße soll einen neuen Seitenstreifen bekommen

Der Fußweg von Kiekebusch nach Madlow ist schmal und gefährlich. Bei Dunkelheit wird es noch brenzlicher.
Der Fußweg von Kiekebusch nach Madlow ist schmal und gefährlich. Bei Dunkelheit wird es noch brenzlicher. FOTO: Michael Helbig/mih1
Kiekebusch. Jahrelang hat es gedauert, bis die Straße zwischen Kiekebusch und Madlow so aussah wie heute. Bis auf gelegentliche Flickarbeiten hat die Straße kaum Bauarbeiter gesehen. Peggy Kompalla

Im Frühjahr könnte sich das ändern. Denn aus einer einfachen Einwohneranfrage an das Stadtparlament von Martin Krause und Rüdiger Plepp aus Kiekebusch haben die Stadtverordneten kurzerhand einen Auftrag an die Verwaltung gemacht. Plötzlich ging alles ziemlich schnell.

Die Kiekebuscher beklagen seit Jahren die schlechte Anbindung ihres Dorfes an die Stadt - insbesondere für Fußgänger. Nun ist es zu viel geworden. Martin Krause und Rüdiger Plepp wandten sich an das Stadtparlament. In seiner Anfrage kritisieren sie: "Die bestehende Verkehrssituation ermöglicht es Fußgängern und Radfahrern, insbesondere Kindern, Senioren und Bürgern mit Kinderwagen nicht mehr, gefahrlos die Endhaltestelle in Madlow zu erreichen." Die Situation habe sich dramatisch verschlechtert. Es gebe Auskuhlungen, Pfützen, Absenkungen und Geländeverwerfungen. "Sie bergen ständige Gefahren für Leib und Leben", konstatieren die Kiekebuscher. Deshalb fordern sie eine Bankettsanierung, so dass ein ebener Randstreifen in Kinderwagenbreite entsteht.

Dieser Einschätzung folgen die Stadtverordneten aller Fraktionen. Sie formulierten aus der Einwohneranfrage einen Antrag an die Stadtverwaltung. Darin heißt es nun: "Zur Vermeidung von Personen- beziehungsweise Sachschäden ist die Maßnahme unabhängig von einem grundhaften Ausbau der Straße sofort erforderlich." Der Randstreifen müsse mindestens auf einer Straßenseite hergerichtet werden. Baubürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD) verkündete im dem Stadtparlament, dass für den Februar einen Vor-Ort-Termin in Kiekebusch geplant sei.

Seit dem Jahr 1999 kämpfen die Kiekebuscher für den Ausbau der Straße. Damals unterschrieben 100 Einwohner dafür. Nach der Eingemeindung im Jahr 2003 gingen sie mit ihren Wünschen für die Bahnhofstraße zur Cottbuser Stadtverwaltung. Eine Planung liegt vor, einzig das Geld fehlt. Mittlerweile sind die Kiekebuscher schon mit einem ordentlichen Randstreifen zufrieden.