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| 18:37 Uhr

Kfz-Zulassung
Gemeinsame Zulassungsstelle für Kfz frühestens 2020

 Die einzige Kfz-Zulassungsstelle im Landkreis Spree-Neiße befindet sich am Kreishaus in Forst.
Die einzige Kfz-Zulassungsstelle im Landkreis Spree-Neiße befindet sich am Kreishaus in Forst. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Spree-Neiße/Cottbus. In Cottbus fehlt die technische Ausstattung, die in SPN schon seit 2000 vorhanden ist. OSL soll auch mit ins Boot. Von Katrin Kunipatz

Eine gemeinsame Kfz-Zulassungsstelle für Spree-Neiße und Cottbus könne es frühestens ab 2020 geben. Dies erläutert Dezernent Carsten Billing nach einer Anfrage am Mittwoch im Kreistag. Demnach gehe es in den fachlichen Gesprächen zwischen Cottbus und Spree-Neiße nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie und Wann der Zusammenarbeit. Einen Detailbericht will Billing noch vor der Kommunalwahl vorlegen. Als Gast nehmen Vertreter des benachbarten OSL-Kreises, dessen Kfz-Zulassungsstelle sich in Calau befindet, an den Gesprächen teil. OSL denke über eine Beteiligung nach, so der Dezernent. Deshalb soll es noch eine Befragung der Autohäuser und Zulassungsdienste geben, um mögliche Kundenströme in Forst, Cottbus und Calau zu analysieren. Eine Datenerhebung in den Zulassungsstellen sei bereits erfolgt, so Marlies Kulka, SPN-Fachbereichsleiterin Ordnung, Sicherheit und Verkehr.

Schwierigkeiten gibt es hinsichtlich der technischen Voraussetzungen, die bei allen Beteiligten identisch sein müssen. Während Spree-Neiße bereits seit dem Jahr 2000 mit der elektronischen Archivierung arbeitet, die auch in OSL verwendet wird, gibt es dieses Verfahren in Cottbus noch nicht. Dies bestätigt der Stadtsprecher Jan Gloßmann. Aktuell werde die Anschaffung eines elektronischen Archivierungssystems vorbereitet. „Die Pläne bestehen schon länger, wurden aber erst mit der Schließung der Außenstelle Sellessen und der verstärkten Zusammenarbeit mit Spree-Neiße nach der gescheiterten Kreisgebietsreform wieder aktuell“, so Gloßmann.

Die elektronische Archivierung macht es möglich, dass die Sachbearbeiter an verschiedenen Orten auf die gespeicherten Akten zugreifen können. Um Ab-, Um- und Anmeldungen von Kraftfahrzeugen vornehmen zu können, müssen die Sachbearbeiter auch die Daten des Einwohnermeldeamtes einsehen können. Damit dies zwischen den drei Partnern möglich wird, müssen alle technisch auf dem gleichen Stand sein. Dazu muss Cottbus nun das Archivierungssystem aufbauen und anschließend alle Daten einpflegen, so Kulka. Fernes Ziel sei es, dem Bürger eine echte Entscheidungsmöglichkeit zu bieten. Dies beziehe sich auf die Länge seines Fahrweges, die Öffnungszeiten und die zu erwartende Wartezeit in der jeweiligen Kfz-Zulassungsstelle.