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Cottbus
Keine Pläne für leeren Markt am Nordrand

Für den seit Jahren leer stehenden Einkaufsmarkt Am Nordrand gibt es bislang keine Pläne.
Für den seit Jahren leer stehenden Einkaufsmarkt Am Nordrand gibt es bislang keine Pläne. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Das neue Wohngebiet Am Nordrand wächst und wächst. Doch der direkt an der Straße befindliche einstige Einkaufsmarkt steht seit Jahren leer und verfällt zusehends. An dieser Situation wird sich so schnell nichts ändern, wie Baubeigeordnete Marietta Tzschoppe (SPD) während der jüngsten Stadtparlamentssitzung erklärte. Damit reagierte sie auf eine Anfrage der AfD.

Für das Wohngebiet liege ein Bebauungsplan vor. Demnach könnte an der Stelle ein Nahversorger seine Geschäfte in dem Markt machen — allerdings nur in dem 800 Quadratmeter großen alten Gebäude. Sprich: Es dürfte keine Erweiterung geben. Das untersagt das Einzelhandelskonzept, zumal nur rund 100 Meter die Straße runter ein Netto-Markt existiert. „Für den leeren Markt hat es Einzelnachfragen von Interessenten gegeben“, erklärte Marietta Tzschoppe. „Aber diese Gespräche wurden nicht weiter vertieft.“

Auch den Stadtplanern gefällt die Situation mit der Marktruine am Nordrand nicht. „Wenn die Immobilie in der Vermarktung keine Chance hat, dann könnte das Gebäude abgerissen und das Areal zur Wohn-Bebauung freigegeben werden“, so die Baudezernatschefin.

Mit dem Abriss der Stasi-Zentrale am Nordrand im Jahr 2014 begann die Entwicklung des Geländes zu einem homogenen Wohngebiet mit 70 Grundstücken für Einfamilienhäuser durch die Quattrohaus GmbH. Damit wird im Cottbuser Norden eine Lücke geschlossen, denn rings herum sind bereits neue Wohngebiete entstanden. An das alte Stasi-Areal erinnert nur noch eine Gedenkplatte im Gehweg.