| 02:33 Uhr

Kein zerrüttetes Verhältnis von Ausschuss und Mitarbeitern

Burg. Am Montag ist im Amtsausschuss Burg ein Antrag auf Abwahl der Amtsdirektorin Petra Krautz gescheitert. Die RUNDSCHAU hatte berichtet. Antje Posern

Schlechte Mitarbeiterführung, mangelnde Risikobereitschaft bei Entscheidungen lauteten Vorwürfe aus den Reihen der Amtsausschussmitglieder. Einige Mitglieder aus der Gemeinde Burg sprechen von einem zerrütteten Verhältnis zwischen Amtsausschussmitgliedern und Amtsmitarbeitern. Zudem würden Verwaltungsangestellte den oft überlangen Arbeitstag, der durch lange Beratungen in den Ausschüssen und Gemeindevertretersitzungen ausgedehnt wird, beklagen.

Darauf reagieren der stellvertretende Amtsdirektor Christoph Neumann und Personlratsvorsitzender Sven Tischer: Hier werde aus einem Schreiben zitiert, mit dem sich der Personalrat und die Gleichstellungsbeauftragte Anfang Juni an die Gemeindevertretung Burg gewandt hatten, weil in den Sitzungen der Umgangston einiger Gemeindevertreter gegenüber den Mitarbeitern oft nicht angemessen gewesen sei. Dieses Schreiben stehe ihres Erachtens nach in keinem Zusammenhang mit dem Antrag auf Abwahl der Amtsdirektorin. "Es gibt aus unserer Sicht auch kein zerrüttetes Verhältnis zwischen Amtsausschuss und Amtsmitarbeitern", so Neumann und Tischer.

Dass Verwaltungsangestellte den oft zu langen Arbeitstag beklagen, habe nichts mit dem Abwahlantrag zu tun, zumal die Amtsdirektorin die Sitzungsdauer nicht beeinflussen könne. Vielmehr hätten Personalrat und Gleichstellungsbeauftragte um mehr Respekt gegenüber den Amtsbediensteten gebeten, "die über die übliche Arbeitszeit hinaus oft bis tief in die Nacht hinein für die Gemeinden bereitstehen" - teilweise mehrmals pro Woche.