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Kein freier Platz in der Dissener Dorfkirche

Die "St. Peter Gospel Singers", unterstützt von der Gruppe "Silent Green" (rechts), begeisterten die Zuhörer in der voll besetzten Dissener Dorfkirche mit ihrem Programm und forderten am Wochenende auch zum Mitsingen und Klatschen auf.
Die "St. Peter Gospel Singers", unterstützt von der Gruppe "Silent Green" (rechts), begeisterten die Zuhörer in der voll besetzten Dissener Dorfkirche mit ihrem Programm und forderten am Wochenende auch zum Mitsingen und Klatschen auf. FOTO: Ulrich Littko/bwh1
Dissen. Bereits zum zweiten Mal zeigten die "St. Peter Gospel Singers" in der Dissener Dorfkirche ihr musikalisches Können und wieder war das Gotteshaus bis auf den letzten Platz besetzt. Mit einem großartigen Konzert begeisterten die 25 Solisten und Chorsänger, im Finale von Musikern der Gruppe "Silent Green" unterstützt, das Publikum am vergangenen Sonntag. Ulrich Littko

Nach intensiver, dreijähriger Probenarbeit fand genau vor einem Jahr, ebenfalls in der Dissener Kirche, das Debütkonzert der "St. Peter Gospel Singers" statt. Unter der musikalischen Leitung von Kevin Traeger konnten die Sängerinnen und Sänger ein umfangreiches Repertoire erarbeiten. Dabei ist es ihnen auch in diesem Konzert überzeugend gelungen, Geist und Inspiration der aufgeführten Gospels, Spirituals und Jazztitel mitreißend und mit großer Freude zu interpretieren.

In dem 70-minütigen Programm, das ohne Noten- oder Textblätter absolviert wurde, wechselten solistische Interpretationen mit groovigen Chorsätzen ab und selbst musikalisch schwierige Arrangements wurden scheinbar mühelos zum Klingen gebracht. Großen Anteil an diesem Erfolg hat dabei Kevin Traeger, "unser Inspirator und Allround-Musiker", wie Hinrich Müller, selbst Mitsänger und Pfarrer der Kreuzkirchengemeinde in Cottbus, den ausgebildeten Pianisten, Komponisten, Arrangeur und Vocalgroup-Leader bezeichnete.

Im Konzert waren vornehmlich traditionelle Gospels und Spirituals, meist in neuen Arrangements, zu hören. Bei "I found the way" ("Ich habe den Weg gefunden"), "Halleluja" ("Hallelujah") und "Comet, let us sing" (Kommt, lasst und singen") stellte sich beim Publikum schnell ein "Gänsehautgefühl" ein. Kevin Traegers Eigenkomposition "An update" beschreibt das Gefühl des Suchens nach Geborgenheit und innerer Ruhe sehr überzeugend, und wenn der Bandleader dann bei dem Titel "Pride - in the name of love" ("Im Namen der Liebe") die Zuhörer zum Mitsingen aufforderte, sprang der Geist dieses Liedes schnell auf die Gemeinde über. Überhaupt sind es Freude und Enthusiasmus, die die Botschaft des christlichen Glaubens in den aufgeführten Liedern begleiten. Zum Programmfinale ergänzte die Gruppe "Silent Green" die Sänger und nach zwei Zugaben ging ein bewegendes Konzert zu Ende.

Marianne Worrack aus Dissen schwärmte noch auf dem Heimweg: "Ich war voriges Jahr auch im Konzert des Gospel-Chores, aber in diesem Jahr war es noch stimmungsvoller und anrührender. Ich bin selbst noch im Chor aktiv und freue mich, wenn ich so schöne Stimmen hören kann."