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Karpfenbecken bereits zum Großteil leer gefischt

Bei der Karpfenernte im vergangenen Jahr wurden etwa 500 Tonnen Speisekarpfen in Peitz eingebracht. Knapp drei Viertel davon sind jetzt bereits verkauft. Den ersten Karpfen der letzten Ernte hat die Peitzer Teichnixe Jennifer aus den Händen von Teichgutchef Gerd Michaelis bekommen.
Bei der Karpfenernte im vergangenen Jahr wurden etwa 500 Tonnen Speisekarpfen in Peitz eingebracht. Knapp drei Viertel davon sind jetzt bereits verkauft. Den ersten Karpfen der letzten Ernte hat die Peitzer Teichnixe Jennifer aus den Händen von Teichgutchef Gerd Michaelis bekommen. FOTO: Hirche/jul1
Peitz. Die Peitzer Fischer sind mit guten Verkaufszahlen ins neue Jahr gestartet. Von den rund 500 Tonnen geernteten Speisekarpfen haben sie knapp drei Viertel zum Jahresende verkauft. Marion Hirche/jul1

Jetzt werden noch einige Großhändler in Bremen, Bremerhaven,Wismar und Berlin bedient. "Unsere Hälterbecken sind schon gut geleert, wir sind mit dem Absatz zufrieden. Das, was jetzt noch da ist, brauchen wir noch zum Verkauf in den nächsten Monaten bis Ostern", sagt Teichgut-Geschäftsführer Gerd Michaelis.

Der Verkauf wird in den nächsten Wochen aber nur einen geringen Anteil an den Aufgaben haben, die jetzt bei dem großen Peitzer Fischproduzenten anstehen. "In der nächsten Zeit gibt es einige Schulungen zur Fischerei und zum Thema Biber. Ich sitze jetzt an der Satz- und unserer diesjährigen Urlaubsplanung. Hinzu kommt noch der Frühjahrsabfischplan", erklärt der Karpfenproduzent.

Dazu wirbeln ihm Zahlen um die Ohren. Jeder wolle irgendeine Statistik: Wie viel Kormorane, wie viel Graureiher, wie viel Biber? Wichtige Zahlen, denn die Fischräuber richten großen Schaden an, die Biber zerstören die Teichanlagen. "Es ist schwierig Fischwirtschaft und Naturschutz in Einklang zu bringen, aber jeder sollte mit den Entscheidungen leben können. Wir Fischer hatten da in letzter Zeit kein gutes Gefühl", formuliert Gerd Michaelis vorsichtig.

In den nächsten Tagen werden auch Gerätschaften repariert, Wege im Teichgebiet müssen freigeschnitten werden und einige Teiche müssen entschlammt werden. Die Tage bis zur erneuten Befüllung mit Wasser müssen intensiv genutzt werden. "Hinzu kommt, dass jetzt unsere Urlaubszeit ist, also einige Mitarbeiter nicht da sind", ist zu erfahren. Ab Ende Februar kommt dann wieder Nass von der Spree über den Hammergraben in die Teiche. Mehr als zwei Wochen brauchen die großen Teiche, wie der Teufelsteich an der Straße nach Peitz, um vollgelaufen zu sein. Und nach dem Bespannen, so der Fachausdruck für das Befüllen, werden in die Speisekarpfenteiche die Silvesterhappen 2017 eingesetzt.

Im Frühjahr beginnen dann auch die Arbeiten am denkmalgeschützten Fischereihofensemble: Das Produktmagazin, dort wo jetzt eine Kfz-Werkstatt beheimatet ist, bekommt eine neue Außenhülle. "Wir werden das Gebäude von außen sanieren mit Dach und Fassade. Jetzt gibt es nämlich noch Fördermittel, die wir nutzen wollen. Die Werkstatt bleibt vorerst aber drin", berichtet Dietrich Kunkel von der Peitzer Edelfischerei. Voran schreitet auch die denkmalgerechte Sanierung der Wohnhäuser.

Das erste wird in den nächsten Wochen fertig. Zahlreiche Interessenten an den dort entstehenden Wohnungen gibt es bereits. Auch das zweite Wohngebäude wird noch dieses Jahr in Angriff genommen.