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Karpfen trifft Kunst in der Fischerstadt

Erste Kontaktaufnahme mit dem Schuppentier in der Schule.
Erste Kontaktaufnahme mit dem Schuppentier in der Schule. FOTO: Kunkel
Peitz. Dass Peitz seinen Ruf als Fischerstadt stärker als bisher nach Außen tragen will, ist ein erklärtes Ziel von Bürgermeister Jörg Krakow. Wie gerufen kommt da ein Projekt, dass der Förderverein des Hüttenwerks diese Woche begonnen hat: Unter dem Motto "Karpfen trifft Kunst" werden sich Neuntklässler der Peitzer Oberschule in den kommenden fünf Monaten intensiv mit dem schuppigen Wappentier der Stadt auseinandersetzen. red/hil

Fördervereinschef Dietrich Kunkel: "Die Schülerinnen des Kunstkurses sollen im Rahmen des Unterrichts einen ,phantastischen Peitzer Karpfen" gestalten, von der Ideenfindung bis hin zur Umsetzung." Die Peitzer Schüler sollen sich dabei praxisnah mit den Berufsbildern des Malers, Lackierers und Werbegestalters beschäftigen.

In der ersten Projektphase werden nach einem vorgegebenen Motto Entwürfe gezeichnet. Diese werden dann auf dreidimensionale Gipsmodelle übertragen. Die Schüler und eine Jury wollen Ende März entscheiden, welches Motiv schließlich für die Gestaltung des Karpfens ausgewählt wird. Unter fachlicher Anleitung des Teams der Autolackiererei Niedergesäß aus Cottbus, die auch für die Gestaltung der Karpfen im Kreisverkehr verantwortlich zeichnete, werden die 17 Schülerinnen dann den Werdegang vom Rohling bis zum fertig gestalteten Karpfen mit realisieren. Ab Juni soll der Karpfen das Eingangsfoyer der "Oberschule Peitzer Land" verschönern. Dietrich Kunkel kennt derartige Karpfenskulpturen bereits aus Franken und der Oberpfalz, wo es zahlreiche von Schülern gestaltete Fische gibt. Kunkel: "Spätestens seit der Einweihung unseres Kreisverkehrs sind auch bei uns die bunten Karpfen allseits bekannt."

Die Peitzer Edelfisch GmbH und die Teichgut Peitz GmbH haben sich bereiterklärt, die Patenschaft für dieses Projekt zu übernehmen. Finanziert wird es von der Stiftung SPI über das Förderprogramm "Initiative Sekundarstufe I", dass aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gespeist wird.