Der habe das Tier zwischen Madlow und Kiekebusch entdeckt. Daraufhin hätten Tierpfleger Bina in der Nähe der Spreebrücke ausfindig gemacht.

"Das Tier wurde mit Leckerbissen angelockt und konnte so am Ort gehalten werden", sagte Kämmerling. Am Nachmittag sei es dann gelungen, den Kapuziner in einen Fangkäfig zu locken und anschließend in den Tierpark zurückzubringen.

Dabei haben die Tierpfleger sich eines besonderen Tricks bedient. "Ein Lockaffe war der Schlüssel zum Erfolg", sagt Kämmerling. Toko, ein mit 35 Jahren "sehr alter Affenmann", hat offenbar den Ausschlag dafür gegeben, dass Bina sich freiwillig in den Käfig begeben hat.

Auch wenn die Ausreißerin eine Menge Aufwand und Arbeit verursacht hat, ist nach den Worten des Tierparkdirektors alles gut ausgegangen. Jens Kämmerling: "Bina ist bestens genährt und sehr gut drauf. Sie hat schon wieder Insekten gefangen und ist offenbar heilfroh, wieder in Affengesellschaft zu sein. Denn Affen sind sehr soziale Tiere."

Auch sei Bina von ihren Artgenossen wieder sehr gut aufgenommen worden. "Es gab überhaupt kein Gezeter", so der Tierparkdirektor sichtlich erleichtert. Dennoch sollen die Kapuziner für einige Tage nicht auf die große, baumbestandene Außenanlage gelassen werden. Es stehen ihnen aber Innen- und mehrere Außenkäfige zur Verfügung.

Ausdrücklich dankt Kämmerling "allen, die uns in den vergangenen Tagen mit Hinweisen geholfen haben".