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| 19:53 Uhr

Hafenfest
Kahnumzug steht für Burger Spreewald-Traditionen

 Beim Kahnkorso wurden alte Traditionen des Spreewaldes wie die Fischerei vorgestellt.
Beim Kahnkorso wurden alte Traditionen des Spreewaldes wie die Fischerei vorgestellt. FOTO: Marion Hirche
Burg. 29. Hafenfest am Bootshaus Rehnus bot viel Unterhaltung. Von Marion Hirche

(jul) Hunderte Urlauber und  Spreewälder sind am Sonntag an das Ende der Burger Waldschlösschenstraße zum Bootshaus Rehnus gepilgert.

Rainer Rehnus und sein Team hatten zum 29. Hafenfest eingeladen. Schon bevor die ersten Gäste eintrafen, begannen die Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins Burg mit einer wichtigen Aktion der Veranstaltung: Direkt neben dem Eingang zum Bootshausgelände packten sie einen Heuschober. Bis Mittag hatten sie mit dem „Heuspateln und Feststampfen“ zu tun. Dann stand der „Kegel“ und die ersten Besucher konnten so miterleben, wie  ein Werk aus Heu entsteht.  Die Männer und Frauen trugen dazu die wendische Arbeitstracht.

Auf dem Rehnusgelände selbst gab es auch jede Menge Angebote. Die Musiker der Original Prostataler Blasmusik spielten auf und  auf die Kinder wartete eine Hüpfburg. Das gerade erst eröffnete Burger Geschäft  „Dorfkind“  hielt ein ganz besonderes Angebot parat: Zum ersten Mal gab es für Mädchen und Jungen T-Shirts mit der Aufschrift „Dorfkind“.  Breit war das kulinarische Angebot: es reichte von geräucherter Forelle bis Hefeplins.

Der absolute Höhepunkt war am frühen Nachmittag der Kahnkorso. Er ist der einzige, den es in Burg überhaupt gibt. Marlene Jedro, Spreewaldoriginal und Buchautorin, moderierte diesen Wasserumzug. Dargestellt wurden das Leben im Spreewald und die Traditionen: Die Fischer mit ihren Netzen, der Spreewald mit einer warmen Stube im Winter, die Burger Spinte, die Feuerwehr, die im Spreewald auch mit dem Kahn kommen kann, usw.

Eröffnet wurde die Parade von den Gastgebern: Familie Rehnus, die Frauen in wendischer Festtagstracht, mit drei Generationen, von Opa Rainer bis zum Enkel Till. Die Radduscher warben mit ihrer Teilnahme für ihr Jubiläumsfest samt Wasserumzug zum 725-jährigen Bestehen des Burger Nachbarortes bevorstehenden Sonnabend.

Zu den besonderen Kähnen gehörte auch der Fontanekahn. Hier entdeckten die zahlreichen Zuschauer Marga Morgenstern. Die über Achtzigjährige trug eine Blaudrucktracht und hatte jede Menge Gäste in ihr schwimmendes Gefährt eingeladen.  Die Straupitzerin hat in Zusammenarbeit mit dem Burger Tourismusamt einen Fontanefilm produziert. Zu bester Kaffeezeit tanzten die Korsoteilnehmer dann mit den gut gelaunten Hafenfestbesuchern die Annemariepolka. „Nächstes Jahr werden wir das noch größer aufziehen, denn dann feiern wir das Dreißigste“, versprach Rainer Rehnus  am Ende der Veranstaltung.