Er zeigt auf provokative Weise die Kluft zwischen den ärmlichen Kaffeebauern im Süden Äthiopiens auf der einen und den großen Kaffeeherstellern auf der anderen Seite. Knapp 40 Besucher kamen ins Cottbuser Jugendzentrum.
Als Gesprächspartnerin für die Podiumsdiskussion war Katharina Pfundt aus Potsdam angereist. Sie lebte drei Monate in Tansania, um die Arbeits- und Lebensbedingungen der Kaffeebauern aus nächster Nähe zu sehen. „Die Bauern arbeiten für einen Hungerlohn und haben größte Schwierigkeiten, ihre Familien zu ernähre.“
Schuld daran, so zeigt es der 80-minütige Dokumentarfilm, seien wenige große Unternehmen, die an der Börse die Kaffeepreise diktieren. Als Handlungsoption gilt die Initiative „Fairer Handel“ , die Produzenten in den Entwicklungsländern unterstützt, um ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
„Ich denke schon, dass der Film zum Nachdenken anregt und etwas bewirken kann“ , sagte Maria Husar. Seit zehn Jahren wohnt sie in Cottbus und kauft ihren Kaffee aus fairem Handel. Dafür zahlt sie nach eigener Aussage im Vergleich zu anderen Sorten fast das Doppelte. Es sei eine Frage der Einstellung.