Der Bundesgerichtshof (BGH) muss sich jetzt mit der Messerattacke eines syrischen Friseur auf seine Chefin in Herzberg befassen. Nach dem Angriff mit einem Rasiermesser war Mohammad H. (39) Ende Januar vom Landgericht Cottbus zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah den Tatvorwurf des versuchten Mordes und der schwerer Körperverletzung als erwiesen an. Dagegen hat die Verteidigung des Angeklagten Revision eingelegt.

Mohammad H. hatte Ende Juni 2017 dem Opfer Schnittwunden an Hals, Brust und Bauch zugefügt. Für das Gericht stand unter Einbeziehung aller Umstände außer Frage, dass Mohammad H. sein Opfer töten wollte, womit das Mordmerkmal erfüllt gewesen sei. Zudem habe der Täter ein gefährliches „Werkzeug“ hinterlistig angewandt und das Opfer in Lebensgefahr gebracht. Der Einschätzung eines psychologischen Gutachters, dass keine verminderte Schuldfähigkeit in Betracht komme, war das Gericht in der Urteilsbegründung gefolgt.