Mit Spannung wurde der erste Verhandlungstag nach der Aussetzung des Haftbefehls gegen einen jungen Syrer erwartet. Polizei, Justiz und Stadtverwaltung hatten im Vorfeld intern darüber spekuliert, ob der mutmaßliche Mörder der Cottbuser Rentnerin Gerda K. untertauchen würde. Daher war die Erleichterung groß, als er am Freitagmorgen schon lange vor Verhandlungsbeginn im Landgericht auftauchte.

Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, ist über eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Aussetzung des Haftbefehls noch nicht entschieden.

Der Angeklagte war Anfang des Monats aus der Untersuchungshaft entlassen worden, da sein Verfahren sich inzwischen seit mehr als zwei Jahren hinzieht und noch kein Ende absehbar ist.

Cottbuser Nacht der Gegensätze