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Junge Tänzer sorgen für große Emotionen

So geht Rock'n'Roll: Die jungen Tänzer gaben den alten Rhythmen ihren eigenen Pfiff.
So geht Rock'n'Roll: Die jungen Tänzer gaben den alten Rhythmen ihren eigenen Pfiff. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Die Cottbuser Stadthalle hat sich am Samstag in einen stimmungsvollen Tanzpalast verwandelt. Vor mehr als 1000 Zuschauern führten 130 Tänzer aller Tanzgruppen des Piccolo-Theaters sowie Gäste in einer eineinhalbstündigen Gala ihr Können vor und brachten die Emotionen in Wallung, manche Träne wurde dabei vergossen und begeistert applaudiert. Michael Helbig / mih1

Die Palette reichte vom klassischen Walzer der Tanzgruppe M - dafür hatten die Moderatoren Maria Schneider und Matthias Heine extra Tanzunterricht genommen - bis hin zum Sternchentaler-Tanz der Theatertanzgruppe 1 unter Leitung von Romy Brand und Camillo Heilscher.

Die jungen Tänzer schöpften voll aus ihrem Leben. So thematisierte die Tanzgruppe Phönix - in der das Piccolo mit der Lebenshilfe Cottbus unter der Leitung von Irina Vinogradova zusammenarbeitet - das Miteinander im Zeitalter der Smartphones. An anderer Stelle machten sich die Mädchen und Jungen mit dem Zahnlückenblues über ihre eigenen Zahnlücken lustig, denn wer als Kind keine Zähne verliert, ist nicht ganz gesund. Außerdem hilft das Lispeln beim Englisch-Lernen.

An diesem Nachmittag war erneut zu erleben, wie die jungen Tänzer unter der behutsamen choreografischen Führung der Tanzpädagogen und Theatergruppenleiter mit viel Spielfreude ihre eigenen Lebenswelten und Erfahrungen tänzerisch umsetzten und auf die Bühne brachten.

Auch in diesem Jahr fehlten nicht die Tänzer des Deutsch-Sorbischen Ensembles bei der alljährlichen Piccolo Tanzgala. In der Choreografie von Mia Faccinelli spielten sie zur Kirmes auf, und das Tanztheater Tagim des Kulturhauses Zielona Góra unter der Leitung von Malgorzata Konert zeigte die Tanzgeschichte "So oder auch anders" sowie ihre eigene tänzerische Interpretation von Carmen. Erstmals dabei waren Tänzerinnen der Staatlichen Ballettschule Berlin mit dem Stück "Mind Heist" - also Geistesraub.

Das begeisterte Publikum dankte den jungen Künstlern mit herzlichem Applaus. Darüber freute sich Valeria Shevernova, die mit der Jugendtanz-Company beim Tanzstück "The Wall" (Die Wand), das nach einer Idee von Theaterleiter Reinhard Drogla entstanden war, auf der Bühne stand. "Es war für mich eine große Ehre, dabei zu sein", erklärte sie. Emely (10) aus der Gruppe M war mit ihrem Auftritt beim Rock'n'Roll ebenfalls zufrieden. "Es ist jedes Mal etwas Besonderes, auf solch einer großen Bühne zu stehen", erzählte sie.