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Jung und Alt feiern in Müschen Fastnachtsjubiläum

Die Müschener Ortsvorsteherin Christiane Pfaffe verteilte mit Enkelsohn Ben die Sträußchen an die Männer. Foto: Marion Hirche/jul1
Die Müschener Ortsvorsteherin Christiane Pfaffe verteilte mit Enkelsohn Ben die Sträußchen an die Männer. Foto: Marion Hirche/jul1 FOTO: Marion Hirche/jul1
Müschen. Die acht Kinderpaare stimmten die Müschener optimistisch, dass auch in 50 oder 100 Jahren die Fastnacht in ihrem Dorf gefeiert wird. Andre Pfaffe erinnerte an die Fastnachtsgeschichte: "Wann genau in Müschen der Beginn des Fastnachtsbrauches war, ist leider nicht überliefert. jul1

" Aufzeichnungen darüber lieferten meist Kirchenbücher. Doch Müschen hat keine eigene Kirche. Das Dorf gehört zum Kirchspiel Werben. Dort wird schon seit dem Jahr 1667 in Kirchenaufzeichnungen von der Fastnacht gesprochen. Die Mü schener haben also aus den Erinnerungen der Altvorderen den Beginn ihrer Fastnachten festgelegt und deshalb am Sonntag Jubiläum gefeiert.

Als die Lausitzer Blasmusikanten zum ersten Tanz im Festzelt aufspielten, sprangen Christa Buder, Brigitte Nowka und Waltraud Rykowski auf, hakten sich unter und schunkelten. Die Seniorinnen, die jetzt alle Mitte 70 sind, waren früher bei der Fastnacht mit von der Partie. "Ich habe 1959 noch mitgemacht und zwar mit Haube." Christa Buder war Ende der Fünfziger bei diesem wendischen Brauch des Winteraustreibens dabei: "Wir hatten die komplette Tracht an. Auch meine Kinder sind noch mit Haube gegangen." Bei der Jubiläumsfastnacht waren Tochter Heike und Enkelin Diana ohne Kopfbedeckung unterwegs. Auch Buder-Sohn Olaf machte mit.

Während geschunkelt und getanzt wurde, war Ortsvorsteherin Christiane Pfaffe mit Enkel Ben an der Seite noch mit dem Verteilen der Sträußchen für das Revers der 55 Männer beschäftigt.

Waltraud Zibulla strahlte mit allen um die Wette. Die74-jährige gehörte zu den ältesten Teilnehmern. Sie ging an der Seite ihres Sohnes Jörg und erzählte: "Mit meinem Mann habe ich zum ersten Mal vor zehn Jahren bei der Jubelfastnacht teilgenommen. Damals waren wir 60 Paare. Mir hat das so gut gefallen, dass ich unbedingt wieder dabei sein wollte. Mein Sohn macht mit. Das ist toll." Der jüngste Umzügler war der erst vierjährige Robert Budischin.

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