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Juli in Cottbus zwar etwas wärmer, aber viel zu nass

Cottbus. Mit einer Monatsmitteltemperatur von 19,2 Grad Celsius war der Monat Juli in Cottbus um 0,8 Kelvin (Einheit zur Angabe von Abweichungen) zu warm. Die höchste Temperatur wurde mit 33,1 Grad Celsius am 30.Juli erreicht, informiert Carsten Schneider vom Deutschen Wetterdienst. red/pos

Das Temperaturminimum der Luft wurde am 18. Juli mit 9,9 Grad Celsius sowie am Erdboden mit acht Grad Celsius am 3. Juli registriert.

Der Juli war in Cottbus mit einer Niederschlagsmenge von 128,8 Millimetern bzw. Litern pro Quadratmeter deutlich zu nass. Dies entspricht nach Angaben von Carsten Schneider einer Abweichung von 240 Prozent des Monatssolls der gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Die höchste Tagesmenge und damit einen wesentlichen Teil der Monatssumme wurde am 24. Juli mit genau 46,0 Litern pro Quadratmeter gemessen. Während des letzten Dauerregens vom 24. bis 26. Juli kamen nach den Messungen der Fachleute 65 Millimeter pro Quadratmeter zusammen, was den langjährigen Niederschlagswert für Cottbus im Juli um elf Millimeter übertraf.

So war in Cottbus lediglich an sechs Tagen im Juli mal kein Niederschlag zu verzeichnen. Wobei im Gegensatz zur Temperaturmittelbildung nicht der 24-Stundentag, sondern der Zeitraum von 8 Uhr des Vortages bis 8 Uhr des Messtages die Grundlage bildet, und der gemessene Wert dem Vortag zugeordnet wird.

Auch im Juli gingen die Unwetter, die in anderen Regionen Deutschland mit Dauerregen und Gewittern für Schäden sorgten, recht schadlos an Cottbus vorbei. Die erreichten Niederschlagsmengen sind, im Vergleich zu den Messergebnissen, die weiter nördlich vom Deutschen Wetterdienst ermittelt wurden, unerheblich.

Zum besseren Einordnen lohnt auch ein Blick in die 90-jährige Cottbuser Wetter-Statistik: Die höchsten Niederschlagssummen im Juli wurden 1954 mit 216,2 Millimetern, 1957 mit 186,2 Millimetern, 2011 mit 182,7 Millimetern, 2005 mit 171,0 Millimetern, 1980 mit 169,1 Millimetern und 2007 mit 129,8 Millimetern gemessen. Am trockensten war der Juli in den Jahren 1971 mit lediglich 3,3 Millimetern Niederschlag, 2006 mit 4,7 Millimetern, 1991 mit 7,1 Millimetern und 1990 mit 13,2 Millimetern.

Die Sonne schien im zurückliegenden Monat in Cottbus nur knapp 200 Stunden und damit 30 Stunden zu wenig (87 Prozent des Normalwertes).