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Jugendgemäße Annäherung

Während jüngere Schüler in der Parkschmiede viel über Branitz erfahren, hier eine Aktion mit dem Künstler Meinhard Bärmich, sollen nun das Pückler-Erbe auch ältere Schüler interessanter werden.
Während jüngere Schüler in der Parkschmiede viel über Branitz erfahren, hier eine Aktion mit dem Künstler Meinhard Bärmich, sollen nun das Pückler-Erbe auch ältere Schüler interessanter werden. FOTO: Kompalla
Cottbus. "Das kulturelle Erbe des Fürsten Pückler muss an Kinder und Jugendliche herangetragen werden", dessen ist sich Bernhard Neisener, Vorsitzender des Fördervereins Fürst Pückler in Branitz, sicher. Um das zu erreichen, hat der Verein eine Kooperationsvereinbarung mit dem Evangelischen Gymnasium vorbereitet. Ulrike Elsner

Hermann Fürst von Pückler-Muskau hat auch 145 Jahre nach seinem Tod noch das Zeug dazu, Jugendliche zu begeistern. Um ihr Interesse zu wecken, müssen aber neue Wege gefunden werden. "So wie zur Zeit des Jugendklubs Ludwig Leichhardt geht es heute nicht mehr", stellt Bernhard Neisener fest. Der Pädagoge und frühere Cottbuser Bürgermeister hatte eine großartige Idee. Welches Thema sollte sich besser eignen für die Seminarkurse, die in die Sprache und Methodik einer Wissenschaft einführen sollen und seit zwei Jahren in der gymnasialen Oberstufe verpflichtend sind?

Im Evangelischen Gymnasium Cottbus ist der Verein mit seinem Vorschlag auf offene Ohren gestoßen. Dort soll der künftige Seminarkurs Geschichte unter dem Thema "Fürst Hermann von Pückler" stehen. Ziel ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Geschichte, Biografie, dem Wirken des Fürsten und seinem Erbe in Branitz ebenso wie der regionale Bezug zu Cottbus und der Lausitz als einer im Wandel befindlichen Industrieregion. Dabei sind jugendgemäße Formen der Auseinandersetzung mit Pückler und seinem Erbe nicht nur möglich, sondern sogar erwünscht. Vorstellbar ist beispielsweise ein Geocoaching auf den Spuren der Verlorenen Orte im Park.

Die Anregung für die Kooperation kommt vom Förderverein. Aber konzipiert wurde der Kurs, darauf legt der Vereinsvorsitzende wert, von der Kursleiterin Dr. Sabine Haustein und der Kustodin der Stiftung Branitz, Dr. Simone Neuhäuser.

Für die besten Seminararbeiten will der Verein, unterstützt von der Sparkasse Spree-Neiße, einen 1. und einen 2. Preis ausloben, die von einer Jury vergeben werden. Ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen Gymnasium, Stiftung und Verein soll am 3. November im Schloss Branitz unterzeichnet werden.