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Jugendamtsleiter verteidigt Mitarbeiter

Im Internet wirbt die Kita „Die kleinen Giraffen“ noch mit vollen Töpfen um Kinder.
Im Internet wirbt die Kita „Die kleinen Giraffen“ noch mit vollen Töpfen um Kinder. FOTO: Screenshot
Cottbus. Jugendamtsleiter André Schneider hat am Mittwoch vor dem Stadtparlament zu den Vorwürfen Stellung genommen, dass die Stadt die Probleme mit der seit Oktober 2016 geschlossenen Kita "Die kleinen Giraffen" jahrelang ignoriert habe. Peggy Kompalla

André Schneider stellte sich vor seine Mitarbeiter und betonte: "Meine Kollegen haben zeitnah und schnell reagiert. Wir haben den rechtlichen Rahmen ausgenutzt, in dem wir uns bewegen, um die Kinder zu schützen."

Demnach habe das Jugendamt im Jahr 2014 eine Information zu Problemen in der Einrichtung erhalten. 2015 folgten weitere Hinweise. "Wir haben die Informationen unverzüglich an das Bildungsministerium weitergeleitet und es gedrängt, zu handeln", berichtete der Amtsleiter. Daraufhin sei die Kita im Jahr 2015 vorübergehend geschlossen worden, weil das Ministerium die Betriebserlaubnis ausgesetzt hatte. "Doch das ist vom Verwaltungsgericht kassiert worden", so Schneider. Daraufhin sei der Kita die Betriebserlaubnis unter besonderen Auflagen vom Ministerium wieder erteilt worden.

"Seit 2015 haben wir relativ oft die Aussagen von Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern der Kita dokumentiert und auf ein Handeln des Ministeriums gedrängt", erklärte der Amtsleiter gestern weiter. Schließlich habe seine Behörde Strafanzeige gestellt.

Anfang März beginnt die Verhandlung gegen die Kitaleiterin wegen Nötigung und Körperverletzung in 22 Fällen vor dem Cottbuser Amtsgericht.

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