ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:07 Uhr

Cottbus
Bund in Verantwortung für Gaglower Eigentümer

Cottbus. Aus Sicht der Stadt Cottbus ist der Bund für den Ausgleich von Nazi-Unrecht und die damit einhergehende Regulierungen mit der Jewish Claim Conference (JCC) verantwortlich.

Das erklärte Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) am Mittwoch vor dem Stadtparlament. Die JCC fordert die Herausgabe mehrerer Grundstücke in Groß Gaglow, um mit ihnen Entschädigungszahlungen für jüdische Opfer des Nationalsozialismus vorzunehmen. Nach Informationen von Ortsvorsteher Dieter Schulz (AUB) hat mittlerweile die vierte Familie in Groß Gaglow einen Bescheid zur Rückübertragung erhalten. Oberbürgermeister Kelch erklärte im Stadtparlament unter dem Beifall der Abgeordneten: „Der Bund darf sich nicht um seine Verantwortung herummogeln. So kann Unrecht wenigstens materiell wieder gut gemacht werden, ohne 25 Jahre nach der Wiedervereinigung neues Unrecht zu schaffen oder Bürger zu belangen, die für das Unrecht nicht verantwortlich gemacht werden dürfen.“ Die Stadt selbst sei an dem Verfahren nicht beteiligt. „Wir haben somit keinen Einfluss auf die Entscheidungsfindung“, erklärte Kelch.

(pk)