An der Oberkirche hatten sich etwa 600 AfD-Anhänger aus der Region versammelt, um gegen die aktuelle Asylpolitik zu protestieren. Nach einem kurzen Marsch durch die Innenstadt sprachen auf einer Kundgebung vor der Kirche die Landes-AfD-Chefs von Brandenburg und Thüringen Alexander Gauland und Björn Höcke. Gauland warf Bundeskanzlerin Merkel vor, die "deutsche Kultur in einer Flut von Fremden" auflösen zu wollen. Er brachte die aktuelle Flüchtlingsaufnahme in einen direkten Zusammenhang mit den Attentätern von Paris.

Höcke bezeichnete die Anwesenden als "liebe Landsleute" und warnte vor der Zerstörung "unserer deutschen Vertrauensgemeinschaft". Er sprach von einem "asylpolitischen Amoklauf" und schürte Ängste vor Parallelgesellschaften und einer Aushölung der Sozialsysteme. An der Kundgebung nahmen auch Anhänger der Lübbenauer Gruppierung "Heimat und Zukunft" teil.