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Johanniter, Solaris, Regent getestet und für gut befunden

Martin Krause erklärte am Sonnabend auf dem Klein Oßniger Weinberg, wie er das Weinjahr 2015 vorbereitet hat und lud zum Verkosten der Weine des Jahres 2014 ein.
Martin Krause erklärte am Sonnabend auf dem Klein Oßniger Weinberg, wie er das Weinjahr 2015 vorbereitet hat und lud zum Verkosten der Weine des Jahres 2014 ein. FOTO: Hirche/jul1
Klein Oßnig. Mehr als 50 Männer und Frauen haben sich am Sonnabend die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Wein des Jahres 2014 vom Weinberg in Klein Oßnig zu probieren. Begrüßt wurden sie von Martin und Karola Krause, die 2011 auf dem Südhang des Berges 2000 Rebstöcke angepflanzt haben, die sie seitdem pflegen. Marion Hirche / Marion Hirche/jul1

Von der Lese des Jahres 2014 konnten immerhin 2000 Liter Wein hergestellt werden, berichtete Martin Krause. Die Gäste testeten alle Sorten, die aus den drei verschiedenen Rebsorten Johanniter, Solaris und Regent gekeltert wurden. "Der Name Solaris kommt vom lateinischen Wort für Sonne. Die Sorte wird sehr früh reif, ist sehr fruchtig und gehaltvoll. Da schmeckt ein bisschen Karibik mit", erklärte der Gastgeber den zahlreichen Besuchern der Weinprobe.

Auch Drebkaus Bürgermeister Dietmar Horke ließ sich diese besondere Verkostung nicht entgehen. "Das macht schon stolz, dass es bei uns im Stadtgebiet einen so ertragreichen Weinberg gibt", sagte er. Der Weinberg wurde bis zum Jahr 1850 vom Rittergut Gladitz betreut. Das Ehepaar Krause hatte diese Tradition, wieder aufleben lassen.

Vor dem Karibik-Tropfen stand schon der trockene "Johanniter" des Jahres 2014 auf der Probeliste. Diese aus der Freiburger Rebschule Antes stammende Sorte wurde nach ihrem Züchter Johannes Zimmermann benannt. Inga Kleinschmidt war mit dem Fahrrad zum Weinberg gekommen. "Wir machen eine geführte Tour. Der Wein hier ist unsere Belohnung", sagte sie. Die Rotweinfreunde freuten sich besonders auf den "Regent". "Der schmeckt mir richtig gut", so das Urteil von Besucherin Annelies Andretzki.

Bei einer Führung über den Weinberg erklärte Martin Krause, dass er zusammen mit seiner Frau im Januar hier bereits 20 Kubikmeter Kompost an den Pflanzen verteilt hat und dass eine Tröpfchenbewässerungsanlage installiert wurde, nachdem sich der Bau eines Brunnens als unrealistisch herausgestellt hatte. "Damit wird Trockenstress für die Pflanzen künftig vermieden, und es kann noch eine bessere Qualität erreicht werden", betonte der Gastgeber.

Im Verlauf des Nachmittags stellte der Verarbeiter der Trauben von Klein Oßnig, Frank Hanke vom Qualitätsweingut Jessen, auch seinen Sekt vor. Die nächste Veranstaltung auf dem Oßniger Weinberg findet am 13. und 14. Juni statt, dann im Rahmen der Brandenburger Landpartie.