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| 02:26 Uhr

Johann Friedrich Fritze

Cottbus.. In Kolkwitz ist heute vor 260 Jahren am 20. September 1747 der Sorbe Jan Bedrich Fryco (Johann Friedrich Fritze) als Sohn eines Pfarrers geboren worden. Er besuchte die Gymnasien in Cottbus und Lübben und studierte ab dem Jahr 1766 Theologie in Halle, wo er im Jahr 1769 ordiniert wurde.

Dort wurde er Lehrer an der Waisenschule und befasste sich mit demografischen Erhebungen zum Bestand der sorbischen Bevölkerung in vier Niederlausitzer Kreisen.
In den Jahren von 1769 bis 1773 war Jan Bedrich Fryco Rektor und Archidiakon in Vetschau, danach war er fünf Jahre als Pfarrer in Kahren tätig. Hier setzte er die Arbeit von Gottlieb Fabricius fort, der das Neue Testament ins Sorbische übersetzt hatte, und er begann mit der Übersetzung des Alten Testaments. Er vollendete diese Arbeit im Jahr 1796 in Kolkwitz, wohin er im Jahr 1778 als Pfarrer berufen worden war. Fritze war auch Verfasser mehrerer Kirchenlieder und schrieb Chroniken für Kolkwitz, Dahlitz, Glinzig und Gulben.
Der Pfarrer und Slawist Jan Bedrich Fryco starb am 15. Januar 1819 in Kolkwitz, wo seine Grabstätte auf dem Friedhof neben der Kirche zu finden ist.
Weil der sandsteinerne Grabstein stark verwittert war, wurde in den DDR-Jahren eine Kopie angefertigt und das Original eingelagert. Da Geburtsjahr und Todesmonat aber nicht entziffert werden konnte und nicht in die vorhandenen Kirchbücher geschaut wurde, stehen nun auf dem Grabstein die falschen Angaben: statt des Geburtsjahres 1747 wurde das Jahr 1742 und statt seines Sterbemonats Januar wurde Februar eingemeißelt. (dl/hhk)