ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:50 Uhr

Modellstadt Cottbus
Jetzt kommt der Leichhardt an die Oberkirche

So sieht das Leichhardt-Denkmal aus, das am Cottbuser Oberkirchplatz stehen soll. Die Arbeiten zur Umgestaltung des gesamten Platzes beginnen am Montag, sollen bis zum Stadtfest 2019 abgeschlossen sein.
So sieht das Leichhardt-Denkmal aus, das am Cottbuser Oberkirchplatz stehen soll. Die Arbeiten zur Umgestaltung des gesamten Platzes beginnen am Montag, sollen bis zum Stadtfest 2019 abgeschlossen sein. FOTO: Eschenburg, Wieland
Cottbus. Am Montag startet in Cottbus die Umgestaltung des Oberkirchplatzes. Die Fertigstellung ist bis zum nächsten Stadtfest geplant. Von Daniel Schauff

Am Montag beginnt die Umgestaltung des Oberkirchplatzes. „Was lange währt ...“, sagt Stadtsprecher Jan Gloßmann. Im vergangenen Jahr musste die Stadt die Maßnahme verschieben. Zu teuer waren die Baufirmen. Jetzt ist so gut wie alles unter Dach und Fach, die kosten sind leicht gedrückt. In rund einem Jahr, kündigt Bau-Fachbereichsleiterin Alice Kunze an, sollen die Arbeiten beendet sein – pünktlich zum Stadtfest.

Viel länger hätte die Stadt mit den Arbeiten nicht warten dürfen. Ende 2019 läuft die Modellstadtförderung aus, womit der Fördertopf, aus dem der neue Oberkirchplatz zum größten Teil bezahlt wird, wegfällt. 750 000 Euro werden der Stadt zufolge für den Umbau fällig, 110 000 Euro werden für die Planungs- und Baunebenkosten fällig. Weiteres Geld für dem Umbau kommt aus den Ausgleichsbeiträgen, die die Stadt von Grundstückseignern aufgrund der Wertsteigerung ihrer im Modellstadt-Sanierungsgebiet liegenden Grundstücke erhält. Damit investiere die Stadt die Ausgleichsbeiträge wieder in die Modellstadt, so Stadtsprecher Gloßmann.

Die Investition in den Oberkirchplatz soll sich lohnen. „Die Aufenthaltsqualität wird verbessert“, sagt Behördenbauleiterin Angela Knieschke. Bäume mit Sitzbänken, Fahrradständer, Papierkörbe – der Oberkirchplatz soll sich zu einem „Pendant“ des Altmarkts wandeln, kündigt Angela Knieschke an. Neue Lampen gibt es, einen neuen Müllstandplatz ebenfalls sowie neues Grün.

Ganz ohne Einschränkungen werden die Arbeiten nicht vonstatten gehen. Bereits vor dem Start der Bauarbeiten am Montag wird eine Straßensperrung eingerichtet, kündigt Alice Kunze an. Gesperrt wird der Kreuzungsabschnitt Klosterstraße/Friedrich-Ludwig Jahn-Straße bis Höhe Kreuzgasse. Grund sind Sanierungen und Erneuerungen von Wasser- und Fernwärmeleitungen. Rollen wird der Verkehr voraussichtlich Ende August bereits wieder. Geschäfte und die Oberkirche bleiben während der gesamten Zeit zugänglich, heißt es vonseiten der Stadt.

Für den regelmäßigen Wochenmarkt auf dem Oberkirchplatz ist aufgrund der Arbeiten ein Umzug angesagt. Bis Juni 2019 wird der Markt auf dem Stadthallenvorplatz stattfinden, kündigte die Stadt bereits in der vergangenen Woche an. Wo im kommenden Jahr Töpfer- und andere Themenmärkte stattfinden werden, ist noch nicht klar, sagt Alice Kunze. Es gebe aber ausreichend Ausweichflächen in der Stadt, so Angela Knieschke.

Ein gestalterischer Höhepunkt des neuen Oberkirchplatzes wird die überlebensgroße Skulptur Ludwig Leichhardts am Standort der einstigen Lateinschule, die der Australienforscher in seinen jungen Jahren besucht hat. Die Skulptur ist der Stadtverwaltung zufolge von den Metallrestauratoren Aust und Köckritz aus Ortrand gegossen und gefertigt worden. Aus deren Werkstatt stammen auch andere Skulpturen und Arbeiten in Cottbus, so etwa der Teufel an einer Hauswand in der Sprem oder Geländer im Branitzer Park. Für den Sockel, so Angela Knieschke, werde es einen Graffiti-Schutz geben.

Am Standort der einstigen Lateinschule Leichhardts werden der Stadtverwaltung zufolge Archäologen die Arbeiten begleiten. Mit einer Zeitverzögerung durch die archäologischen Arbeiten rechnet die Stadt vorerst nicht.