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Jan Paul Nagel

Jan Paul Nagel.
Jan Paul Nagel. FOTO: Archivfoto: M. Kross
Cottbus.. Vor zehn Jahren, am 21. Mai 1997, starb in Litschen bei Hoyerswerda der Komponist Jan Paul Nagel. Als Horst Nagel (Namensänderung 1968) wurde der Sohn eines Friseurs am 8. Mai 1934 in Lohsa geboren. Archivfoto: M. Kross

Mit 14 Jahren wurde er Schüler der Musikschule Görlitz und Kantor der Kirche von Lohsa. Nach dem Abitur in Bautzen studierte er 1954 bis 1957 an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin und wurde danach Lehrer an der Sorbischen Oberschule in Cottbus, dessen Kulturensemble er leitete (es erhielt 1956 den Cisinski-Preis). Als Musikredakteur arbeitete er bis 1959 beim Sender Cottbus und wurde danach bis 1964 Chorleiter am Staatlichen Ensemble für sorbische Volkskultur Bautzen. Nach einer Aspirantur in der Meisterklasse von Prof. Wagner-Regeny in Berlin, die er mit Auszeichnung abschloss, machte er sich 1964 als freischaffender Komponist in Cottbus selbstständig. 1968 gründete er am Haus der Lehrer Cottbus den sorbischen Kammerchor und war ab 1970 sieben Jahre lang als Vorsitzender des Arbeitskreises sorbischer Musikwissenschaftler tätig. 1991 wurde er zum Vorsitzenden der Domowina gewäh lt und übte dieses Amt 14 Monate aus.
Nagels Schaffen umfasst nahezu alles Genres der Tonkunst, darunter das Orchesterwerk "Passacalia", Sinfonien, Kammermusik, Tanzsuiten, Kantaten, Chorlieder und Schlager. Nagel gab mehrere Liederbücher heraus. Eine autobiografische Arbeit "Kindheit in Litschen" erschien 1993, eine Biografie mit Werkverzeichnis 1999. (wm/hhk)