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Jagdhornbläser proben fürs Landesfest

Die Jagdhorngruppe Vorspreewald musiziert seit der Gründung im Jahr 2007 zusammen.
Die Jagdhorngruppe Vorspreewald musiziert seit der Gründung im Jahr 2007 zusammen. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Papitz. Ein letztes Mal trafen sich Anfang der Woche die Mitglieder der "Jagdhorngruppe Vorspreewald" zur gemeinsamen Probe vor dem Jahreshöhepunkt ihrer musikalischen Auftritte. Georg Zielonkowski / ski1

Beim 14. Brandenburger Dorf- und Erntefest in Raddusch werden sie am Samstag zunächst beim großen Festumzug auf einem Kremser sitzend ihre Instrumente erschallen lassen. Später werden sie im Rahmen des dortigen Bühnenprogramms dann Ausschnitte aus ihrem stolzen Repertoire von über 50 Musikstücken zum Vortrag bringen. "Vor zwei Jahren hat mich der Herr Buchan aus dem Radduscher Organisationsteam bei unserem Schaupflügen um die Mitwirkung bei diesem großen Fest gebeten. Gern haben wir da natürlich zugesagt. Schließlich haben wir ja 2011 in Dissen erlebt, welche großartiges Ereignis ein solches Dorf- und Erntefest für Besucher und die Mitmacher darstellt. Also freuen wir uns jetzt auf das kommende Wochenende", sagt Ulrich Schmoger, der nicht nur Gründungsmitglied ist, sondern bei den musikalischen Jägern seit der Gründung 1997 die Fäden der Organisation in den Händen hält.

Zehn Mitglieder der Hegegemeinschaft Vorspreewald hatten sich seinerzeit zusammengefunden, um neben den üblichen Signalen während der Jagd auch weltliche Stücke einzuüben, wodurch die Gruppe plötzlich für Dorffeste und andere Kulturveranstaltungen ein Thema war. Der Blick in die diesjährige Liste der Auftrittstermine ist daher nicht etwa überraschend bestens gefüllt. War der Auftritt im März beim Kreisjägertag in Drachhausen noch als ehrenwerte Pflicht anzusehen, so lösten sich die folgenden Veranstaltungen thematisch und geografisch gut sortiert ab. Zahsow, Dietersdorf, Plattkow und Casel hießen die Ziele der Jagdhorngruppe, die sich beim Johannisreiten ebenso vorstellte, wie bei der Hegeschau und beim Landesbläsertag.

Musikalischer Leiter der Gruppe ist seit 1999 Wolfgang Hackforth. Der fast 80-Jährige kommt mit seiner Frau Elvira jeden Montag die 17 Kilometer aus Schorbus herüber ins Papitzer Gemeindehaus gefahren. "Ausnahmslos kommen die zwei stets als Erste im hübschen Probenraum unserer evangelischen Kirchengemeinde an. Auch in Sachen Disziplin ist unser ältestes Mitglied immer voran an. Was aber auch kein Fehler ist, wenn jemand die Zügel in den Händen hält. Und mit seinem Alter genießt Wolfgang unser aller großen Respekt", erzählt Ulrich Schmoger am Rande der wöchentlichen Probestunde. Um schon auf zwei derzeit noch etwas entfernte Auftritte hinzuweisen. Schließlich gehören die Gestaltungen der traditionellen Hubertusmessen seit 2001 zu den stets wiederkehrenden Vorträgen. In diesem Jahr spielt die Jagdhorngruppe am 20. Oktober in Greifenhain im Rahmen des dort stattfindenden Jagdgottesdienstes, am 5. November steht dann das Heimspiel in der Papitzer Kirche auf dem Programm, wenn dort die Glocken zur Hubertusmesse rufen.