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| 15:54 Uhr

Peitz
Investoren werben für das Malxe-Center

Investor Gabriel Kutzner stellte in dieser Woche vor interessierten Peitzern die Pläne für das Malxe-Center vor.
Investor Gabriel Kutzner stellte in dieser Woche vor interessierten Peitzern die Pläne für das Malxe-Center vor. FOTO: Marion Hirche
Peitz. Rund 120 Peitzer diskutierten mit dem Bau- und Gewerbeausschuss  über zukünftiges Einkaufszentrum Von Marion Hirche

In Peitz soll ein  Einkaufszentrum am Merkurstandort gebaut werden. Seit vier Jahren gibt es dieses Vorhaben. Allerdings ist es noch immer umstritten.  Am Donnerstagabend hat der Investor über den Stand der Projektentwicklung gesprochen. Gabriel Kutzner umriss den vorgesehen Zeitplan: „Im November soll der Bauantrag gestellt werden und wir hoffen auf die Baugenehmigung im März 2019. Ein Jahr Bauzeit ist geplant, im März 2020 wollen wir die Objekte an die Mieter übergeben, sodass im späten Frühjahr dann Eröffnung sein kann.“ Eine der Mieterinnen wird Sandy Weidemann, die jetzige Pächterin des Peitzer Edeka-Marktes sein. Sie steht dem Vorhaben  noch skeptisch gegenüber: „Edeka will hier eine 1700 Quadratmeter großen Markt bauen. Das ist viel größer als mein jetziger Markt. Ich müsste also wieder investieren, nicht wenig und dann bei der unsicheren Lage hier mit der Kohle, deren Förderung ja irgendwann wegfällt, da habe ich ganz schön Bedenken. Natürlich möchte ich auch gern die Arbeitsplätze für meine Mitarbeiter erhalten.“ Die Marktchefin ist also noch  unentschlossen. Andere im Saal sprechen sich vehement gegen das Vorhaben aus: „Peitz braucht kein neues Einkaufsareal.“ Der Investor berichtet von den gewonnenen Mietern: „Wir haben hier dann den neuen BHG-Markt, der sich auf der Seite des ehemaligen Möbelhauses befinden wird. Dann kommt ein dm-Drogeriemarkt und  zusätzlich wurden ein Schuhanbieter und ein Bekleidungsmarkt für das Malxe-Center gewonnen. Insgesamt wollen Gabriel Kutzner und  Gernot Engler 6 Millionen Euro investieren. Der CDU-Stadtverordnete Kay Ackermann fragte nach, welche Sortimente der BHG-Markt haben wird und ob mit den Peitzer Händlern gesprochen wurde: „Wir wollen ja nicht, dass dann in der Stadt andere Geschäfte kaputt gehen.“  Ein Schwerpunkt in der Diskussion war die Veränderung der Verkehrssituation. Viele befürchten, dass die viel befahrene Strecke vom Kreisel große Probleme bereiten wird, das Einkaufsareal zu erreichen und wieder zu verlassen. Hier forderten viele Redner Veränderungen zu den bisherigen Planungen.

Es gab aber auch  zahlreiche positive Stimmen zu dem von den Abgeordneten bereits abgenickten Vorhaben. „Wir sollten dem Malxe-Center eine Chance geben, sollten froh sein, dass es Investoren gibt“, sagte Hans Müller. Der Peitzer Bürgermeister Jörg Krakow (SPD) erklärte deutlich: „In meiner Sprechstunde wurde immer wieder gefordert, in Peitz wieder einen Drogeriemarkt anzusiedeln. Den hätten wir dann wieder. Außerdem ist die jetzige Situation am Merkurstandort schon schlimm. Das Gelände droht  auf Grund des Verfalls zum  Problem zu werden. Wenn das so weitergeht, müssen wir dort sperren, dann haben wir in Peitz noch eine Brache mehr und das will sicher keiner.“

Zuvor schilderte Amtsdirektorin Elvira Hölzner, wie schwierig der Umgang mit Brachen, insbesondere in Privathand, ist und betonte: „Wir müssen Peitz zukunftsfähig machen,  auch mit so einem attraktiven Kaufareal.“ Marie-Luise Buder, Inhaberin von zahlreichen  BHG-Märkten,  beschrieb ihr Vorhaben und begründete dieses: „Unser bisheriger Standort in Peitz ist völlig unzeitgemäß. Mit dem neuen Markt können wir unser Sortiment erweitern und zehn neue Arbeitsplätze schaffen. Es soll so ein Markt wie in Kolkwitz werden.“  Stephan Lisper von Edeka betonte: „Um uns zukunftsfähig zu machen, hätten wir im alten Markt umbauen müssen oder es bestand die Alternative Neubau. Wir haben uns für die letzte Variante entschieden. Der Edeka-Markt wird auch eine Bäckerei und eine Sitzecke haben.“ Noch müssen einige Fragen geklärt werden, auch  die Gespräche mit dem Fischerfestverein sind noch nicht abgeschlossen.