Bislang favorisierte das Unternehmen den Verkauf des ersten Abschnitts, was für die Investition in den zweiten das nötige Geld bringen sollte. "Trotz hervorragender Grundlagen und Projektdaten ist es uns nicht gelungen, den zweiten Bauabschnitt mit einer separaten Finanzierung auszustatten", erklärt Geschäftsführer René Becker in einem Schreiben an die Stadtverwaltung. Für eine Gesamtfinanzierung steht der Investor nach eigenen Aussagen in Kontakt mit einer Bank, die derzeit die Unterlagen prüft. Dieses Verfahren soll bis Ende Januar abgeschlossen sein. Eine Zusage der Bank vorausgesetzt, gebe es dann einen neuen Zeitplan. Baudezernentin Marietta Tzschoppe (SPD) erklärte im Wirtschaftsausschuss am Mittwochabend, dass das Unternehmen bereits im Februar einen Bauantrag stellen will. "Das ist ein sehr sportliches Ziel", erklärte sie und betonte, dass vonseiten der Stadt alle Zuarbeiten vorliegen.

Das Blechen-Carré erwirtschaftet nach Angaben der EKZ Stadtpromenade Cottbus GmbH einen Jahresumsatz von rund 47,5 Millionen Euro. In dem größten Einkaufszentrum Südbrandenburgs arbeiten demnach mehr als 200 Menschen in 85 Geschäften. Mit der Erweiterung soll der Jahresumsatz auf etwa 63 Millionen Euro anwachsen und 60 weitere Arbeitsplätze entstehen.