| 02:43 Uhr

Interesse an Wohnmobilen steigt

Wer sich über die Angebotspalette von Wohnmobilen informieren möchte, wird auf der Ferien- und Freitzeitmesse fündig.
Wer sich über die Angebotspalette von Wohnmobilen informieren möchte, wird auf der Ferien- und Freitzeitmesse fündig. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Knapp 3000 Besucher sind am gestrigen Eröffnungstag zur 14. Ferien- und Freizeitmesse in die Cottbuser Messehallen gekommen. Ulrike Elsner

Angesichts der frostigen Temperaturen waren die Türen für die Interessenten, darunter traditionell am ersten Messetag viele Senioren, vorfristig geöffnet worden. Noch bis einschließlich Sonntag präsentieren sich auf der größten Reisemesse im Land Brandenburg zahlreiche deutsche Urlaubsregionen sowie spezialisierte Veranstalter für Wander-, Studien- und Erlebnisreichen durch Europa und die ganze Welt.

Eine Messehalle ist dem gewachsenen Caravan- und Wohnwagenbereich gewidmet. Fahrzeuge von mehr als 20 Marken sind hier dicht umringt. Das Spektrum reicht von praktisch-kompakt bis luxuriös.

Ein kompaktes Fahrzeug mit Hubbett hat es Sigrid Hoegel und Klaus Preusche angetan. Die Hoyerswerdaer sind als passionierte Wohnmobilisten zwei Monate im Jahr unterwegs. "Ich bin seit 1959 Camper", bekennt Preusche. Als junger Mann ist er mit Auto und Zelt sogar nach Bulgarien gefahren. Der später angeschaffte Wohnanhänger "Queck" war eine Verbesserung. Auf der Cottbuser Reisemesse 2010 folgte ein Qualitätssprung. "Damals habe ich mir das erste Wohnmobil ausgeliehen", erinnert sich Preusche. Im Jahr darauf hatten die Hoyerswerdaer ein eigenes Fahrzeug.

Jede Menge Informationen rund ums Fahrrad und Motorrad sind in dem ebenfalls deutlich erweiterten Bereich "Zweirad Cottbus" zu haben. Bernd Nadler von Zweirad-Hübner erläutert hier Interessenten den Imagewandel des E-Bikes. "Vor sechs, sieben Jahren wurde das Fahrrad mit Elektromotor noch den Alten zugeordnet", sagt er. "Jetzt gibt es sogar Mountainbikes in einer Elektroversion. Die Zielgruppe ist nicht mehr 60 plus, sondern 20 plus." Grund: Mit Motorunterstützung können in kürzerer Zeit längere Strecken zurückgelegt werden.

Jede Menge Fragen hat Werner Donath vom Lausitzer Dampflokclub zu beantworten. Der Verein befördert jährlich zwischen 6000 und 7000 Fahrgäste. In diesem Jahr sind erstmals Tagestouren nach Quedlinburg, Brünn und Krakau im Programm.

Polen ist auch durch das Deutsch-Polnische Zentrum Zielona Gora vertreten. Dessen Leiter Hubert Malyszczyk empfiehlt allen, die in diesem Jahr eine Reise nach Zielona Gora planen, einen Stadtspaziergang auf den Spuren der Bacchusfiguren sowie einen Besuch des Palmenhauses und des Weinfestes, das vom 2. bis 10. September stattfindet.

Am Mittag verlassen die ersten Besucher, meist mit Beuteln voller Prospekte, die Messe. Auch Doris und Dietmar Meyer aus Kolkwitz haben sich Anregungen geholt. "Zu Hause schauen wir uns das an und planen, was wir im nächsten Jahr unternehmen", sagt Doris Meyer. Für dieses Jahr steht das Erzgebirge als Ziel allerdings schon fest.

Einige Besucher hätten sich mehr Reiseveranstalter unter den Ausstellern gewünscht. "Das ist ja eher eine Auto- als eine Reisemesse", kritisiert ein Senftenberger, der seinen Namen nicht nennen möchte. Viola Beyer-Hoppe von der pe+a Agentur kann diese Kritik nicht nachvollziehen. Das Angebotsspektrum habe sich erweitert. Aus der Reisemesse ist eine Ferien- und Freizeitmesse geworden. Außerdem: "Die knappe Hälfte der 207 Aussteller sind Reiseanbieter, nicht weniger als im vorigen Jahr", sagt die Agenturchefin. Allerdings seien weder das Lausitzer Seenland noch der Spreewald als Region vertreten. Einzelne Akteure dieser Urlaubsziele präsentieren sich dann aber doch. Besonders eindrucksvoll gelingt das dem Heimatmuseum Dissen.

Zum Thema:
Die Reisemesse ist am Samstag und Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: fünf Euro, ermäßigt drei Euro.Fahrplan für Busshuttle unter www.ferien-freizeitmesse-cb.de