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| 17:29 Uhr

Brandenburger und sächsische Beamte im Einsatz
Polizei-Großaufgebot kontrolliert entlang deutsch-polnischer Grenze

FOTO: Polizeidirektion
Cottbus/Görlitz/Potsdam. Verstärkte Polizeikontrollen soll es künftig öfter im grenznahen Raum geben. Den Auftakt bildete am Dienstag ein siebenstündiger Einsatz sächsischer und brandenburgischer Polizisten gemeinsam mit der Bundespolizei.

Im Fokus dieser Aktivitäten in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze steht die Bekämpfung von grenzüberschreitender Eigentumskriminalität. Darüber informierten die Polizeidirektionen Süd (Brandenburg), Görlitz (Sachsen) und die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf in einer gemeinsamen Mitteilung.

Straftaten aufklären und Schleuser stellen

Ziel des Einsatzes am Dienstag sei die Aufklärung von Straftaten, Sicherstellung mutmaßlichen Diebesgutes sowie das Feststellen von Personen und Fahrzeugen, die mit Einbrüchen oder Diebstählen in Verbindung stehen, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Bundespolizisten hätten sich auf die Verfolgung von Schleuserkriminalität und auf die Aufdeckung aufenthaltsrechtlicher Verstöße konzentriert.

Polizei-Großaufgebot kontrolliert entlang deutsch-polnischer Grenze FOTO: Polizeidirektion

Kontrollen auf 180 Kilometern Grenze

Nach Angaben der Polizeidirektionen erstreckten sich die Kontrollen der Polizei auf einen etwa 180 Kilometer langen Abschnitt der deutsch-polnischen Grenze. Seit den Morgenstunden waren rund 240 Beamte alle mit Kraftfahrzeugen an den befahrbaren Grenzübergängen zwischen Zittau in Sachsen und der Bundesstraße 320 bei Guben in Brandenburg präsent. Hubschrauber sowie Fährten- und Rauschgiftspürhunde hätten den Einsatz unterstützt, um möglicherweise flüchtende potenzielle Täter verfolgen zu können. Auch Verbindungsbeamte des polnischen Grenzschutzes seien bei dem Einsatz dabei gewesen. Sie fragten über die polnischen Behörden Fahndungsinformationen ab.

Wie die Polizei weiter informierte, wurden die Kontrollen von Aktionen des Zolls und der Bundespolizeiinspektion Ebersbach unterstützt, die das Hinterland und die Grenzübergänge zur Tschechischen Republik im Zittauer Gebirge sowie im Oberland im Fokus hatten.

1000 Fahrzeuge und 1800 Personen kontrolliert

Bilanz des Einsatzes: Bis zu den Mittagsstunden seien rund 1000 Fahrzeuge und 1800 Personen kontrolliert worden. Dabei wurden laut Mitteilung elf Straftaten und 21 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Darunter sechs Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz und zwei Fälle, bei denen der Verdacht der Hehlerei von Diebesgut besteht.

So hätte Bundespolizisten in Görlitz etwa einen 23-jährigen polnischen Staatsbürger ertappt, der im Besitz von Diebesgut im Wert von rund 350 Euro war, das tags zuvor im Stadtgebiet von Görlitz in verschiedenen Geschäften gestohlen worden. Außerdem konnten die Beamten zwei Männer festnehmen, nach denen europaweit per Haftbefehl gesucht wurde. Sie hatten gegen sie verhängte Geldstrafen bislang nicht bezahlt. Ein 24-Jähriger konnte die von der Staatsanwaltschaft München geforderte Summe von rund 2300 Euro bei der Kontrolle auf der Autobahn bei Görlitz nicht bezahlen. Bundespolizisten verhafteten den Mann daher und überstellten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.

(uf)