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Intensive Debatten über verlängerten Weihnachtsmarkt

Fest der tausend Lichter - abendliche Impressionen vom Cotbuser Weihnachtsmarkt 2016 zwischen Altmarkt, Platz am Stadtbrunnen (Heronplatz) und Spremberger Straße
Fest der tausend Lichter - abendliche Impressionen vom Cotbuser Weihnachtsmarkt 2016 zwischen Altmarkt, Platz am Stadtbrunnen (Heronplatz) und Spremberger Straße FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Potsdam tut es, Prag tut es, in Cottbus wird vorerst nur darüber nachgedacht: eine mögliche Verlängerung des Weihnachtsmarktes über den 23. Dezember hinaus. Andrea Hilscher

Ein Bericht der LAUSITZER RUNDSCHAU löste heftige Debatten in den Sozialen Netzwerken aus. Dabei gerieten die Befürworter einer Verlängerung ("wäre doch auch an den Feiertagen ein toller Treffpunkt mit Freunden") schnell ins Hintertreffen. Die Gegner der Verlängerung argumentierten mit der ohnehin langen Marktzeit von vier Wochen und der zusätzlichen Belastung für das Verkaufspersonal.

Der SPD-Stadtverordnete Andreas Rothe etwa schrieb in der Gruppe "Cottbus Meine Stadt": "Die Feiertage gehören der Familie. Wenn ich den Weihnachtsmarkt weiter öffne, zwinge ich die Leute dazu an den Tagen zu arbeiten. Das ist ja wohl nicht Familienfreundlich. Das kann man auch nicht vergleichen mit Berufen, wo es einfach notwendig ist an diesen Tagen zu arbeiten."

Viele Nutzer schimpften über die Austauschbarkeit des Marktes, der eine Verlängerung überflüssig mache. "Rot Schopf" schreibt: "Leider finde ich den Weihnachtsmarkt überhaupt nicht schön. Für mehr als einen Glühwein reicht es nicht." Verbesserungsvorschläge wurden auch abgegeben: Ein Mittelaltermarkt wie etwa in Leipzig oder Dresden könnte den Markt aufwerten, längere Öffnungszeiten am Abend wären besucherfreundlich.

An einer Abstimmung auf lr-online nahmen insgesamt 434 Nutzer teil. Knapp 48 Prozent sprachen sich für eine Verlängerung des Weihnachtsmarktes aus, 52 Prozent dagegen.

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